Freitag, 2. Februar 2018

Dino Mimus - Rezept: Muffins mit Honig und Datteln (ohne industriell gefertigten Zucker)

Dino Mimus, neben Bastian die Hauptfigur meines Kinderbuchprojektes, soll in spannenden, kurzweiligen Geschichten bei den jungen Leserinnen und Lesern unter anderem das Interesse an einer etwas gesünderen, industriezucker-reduzierten Ernährung wecken. Deshalb wird das Kinderbuch durch Rezepte ergänzt, die ohne industriell hergestellten Zucker auskommen.

Ein Rezept für Muffins, gesüßt mit Honig und Datteln, gibt es bereits hier zum Nachlesen bzw. Nachbacken:




Zutaten (für rund 20 - 25 Muffins):

1 Becher Sauerrahm
1 Becher Dinkelmehl
3 Eier (Dotter und Eiweiß)
1/2 Becher Kokosflocken
1/2 Becher gemahlene Mandeln
1/8 Liter Kokosöl (2-3 Esslöffel), alternativ z.B. Rapsöl
1 Päckchen Backpulver
12 Stück getrocknete Datteln, entkernt und zerkleinert
2 Esslöffel Honig
2 Esslöffel Kakao
Mandelblättchen zum Garnieren


Zubereitung:

Die Zubereitung dieses Rezeptes ist simpel. Der Sauerrahm-Becher dient in weiterer Folge für Mehl, Kokosflocken und geriebene Mandeln bzw. Öl als Messbecher.

Es werden sämtliche Zutaten in eine Rührschüssel gegeben und mit dem Mixer vermengt, bis eine gut durchmischte, cremige Masse entstanden ist. Um "Klümpchen" zu vermeiden, sollen das Mehl und das Backpulver  gesiebt werden.

Die Datteln werden mit dem Messer würfelig klein geschnitten oder in der Küchenmaschine zerkleinert.

Die Muffin-Formen sind dann mit Papierbackförmchen auszulegen und jedes Förmchen wird mit 2 Esslöffel der Masse befüllt. Als Dekoration dienen Mandelblättchen, die auf die Masse gestreut werden. Ab in den Ofen damit ...


Backzeit:

Die Backzeit beträgt bei vorgeheizten 170 Grad (Ober-/Unterhitze) ca. 22 bis 25 Minuten.

Für Kinderfeste können die Muffins nach dem Backen alternativ natürlich auch mit bunten Schokoperlen oder Gummibären etc. verfeinert und dekoriert werden.

Lasst Euch die Muffins schmecken!


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Mittwoch, 24. Januar 2018

Jahresbericht 2017

Der Laufbericht 2017 ist fertig gestellt.


Mein Jahresbericht ist im pdf-Format abgespeichert und kann unter nachfolgendem Link aufgerufen werden:


    Viel Vergnügen beim Lesen. Über Feedback freue ich mich sehr.


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    Samstag, 20. Januar 2018

    HYDRAPAK SOFT FLASK SF500

    Manche Produkte verdienen einfach einen Testbericht. Und so möchte ich heute meine Erfahrungen mit den Soft Flasks von Hydrapak teilen:

    Ich hatte sie alle in Verwendung. Ob Soft Flasks von Salomon, Dynafit oder von weniger bekannten Herstellern. Und sie hatten eines gemeinsam: Innerhalb kurzer Zeit wurden sie an den Faltstellen oder am Trinkventil undicht.

    Auf der Suche nach haltbaren Soft Flasks wurde ich eher durch Zufall auf die Flasks von Hydrapak aufmerksam. Nach einigen Recherchen stellte ich fest, dass es sich dabei wohl um die "Mutter aller Soft Flasks" handelt. Ich bestellte mir zwei Flasks mit einem Volumen von je 500 ml und der Testlauf begann.

    Nach einigen Monaten der Verwendung kann ich behaupten, dass diese Soft Flasks für mich die Besten auf dem Markt sind. Beide Flasks waren viele, viele Lauftage mit mir auf den Laufstrecken unterwegs, wurden gequetscht, hundert Male auf- und zugeschraubt, in die Spülmaschine gesteckt und sind noch immer in technisch einwandfreiem Zustand.


    Folgende Vorteile liegen für mich auf der Hand:

    Langlebigkeit
    Ich hatte die Soft Flasks bestimmt hundert Mal im Einsatz und es sind keine Anzeichen von Materialverschleiss zu erkennen.

    Große Öffnung, Deckel mit Schraubverschluss
    Die Flasks haben eine rund 42 mm im Durchmesser große Öffnung. Hier funktioniert das Nachfüllen beim Checkpoint 7 auch nach 12 Stunden Laufzeit mit zittrigen Händen noch sehr gut.

    Ventil mit Drehmechanismus und gutem Durchlass
    Das Ventil ist mit einem Drehmechanismus ausgestattet, sodass einfach mit dem Mund das Ventil geöffnet bzw. geschlossen werden kann. Die Aufnahme von Flüssigkeit ist leichtgängig und das Ventil ist aus angenehm weichem Silikon geformt.


    Geschirrspülereignung
    Die Flask, der Drehverschluss und das Beißventil sind für die Reinigung im Geschirrspüler geeignet.

    Kompatibilität
    Die Soft Flasks mit 500 ml Volumen passen in die Fronttaschen der Salomon Laufwesten und Trinkrucksäcke.

    Preis
    Die Soft Flasks von Hydrapak sind auch unter 20 Euro zu bekommen und somit auch nicht teurer als die Flasks anderer namhafter Hersteller.

    Weitere Optionen
    Zum Lieferumfang gehört eine Befestigungsschlaufe sowie ein Deckel zum Schutz des Beißventils. Beide Teile können abgenommen werden. Auch sind die Flasks in diversen Farben lieferbar und bringen so etwas Farbe in den Trainingsalltag.

    Technische Herstellerangaben
    Länge: 197 mm
    Breite: 108 mm
    Volumen: 500 ml
    Gewicht: ca. 56 Gramm



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    Dienstag, 21. November 2017

    Dino Mimus - Der Traum vom eigenverlegten Kinderbuch

    Dino Mimus - Laufen macht Spaß
    Ein Kinderbuch mit beigepacktem Mimus - gebrandeten Schlauchschal

    Ein Traum von mir ist es, ein eigenes Kinderbuch zu verlegen. Die Weichen sind nun gestellt. So liegen die Texte großteils in der Schublade und mit der Illustration wurde begonnen. Das Kinderbuch wird den Titel "Dino Mimus" tragen.
    In spannenden Geschichten wird Dino Mimus vermitteln, dass Bewegung (Laufen) Spaß und stolz macht und das Selbstbewusstsein stärkt.
    Das Kinderbuch "Dino Mimus" wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 im Buchhandel erhältlich sein.


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    Dienstag, 3. Oktober 2017

    01.10.2017: Herbstfarbenlauf Frauental - Laufbericht

    Spätsommerliches Traumwetter erwartet uns heute in Frauental. Und dem Veranstalter sei es bei all der Mühe, die für die Organisation einer solchen Veranstaltung von Nöten ist, von Herzen vergönnt. Da hatte der Wetterfrosch im Vorjahr schlechtere Laune. Aber heute passt´s perfekt. 

    copyright herbstfarbenlauf
    Wir sind zu Dritt in die Weststeiermark gereist und haben ein dichtes Programm. Mein 6 Jahre alter Sohn Sebastian startet mit mir gemeinsam beim Familienlauf, bevor ich selbst dann am 10 Kilometer langen Hauptlauf an den Start gehe. Meine Mama ist mit dabei. Dadurch ist Sebastian während des Hauptlaufes gut betreut. 

    Vor der Qual der Wahl steht man hier in Frauental, wenn man sich für einen Bewerb entscheiden muss. Für Kinder stehen der WOCHE Familienlauf (mit Begleitung eines Erwachsenen) oder der LEITNER EIS Bambini Sprint sowie der 1,3 km lange Shopping City Seiersberg - Kids Run zur Auswahl. 

    An dem 5 km langen SCHILCHERLAND Lauf kann man als Einzelstarter oder als "SORGER SALANETTIS Weibl- und Mandl - Team" teilnehmen bzw. sich als Feuerwehrmitglied der "BLAULICHT Fachzeitschrift Street Fire Run - Wertung" stellen. Der HERVIS SPORTS Run hat eine Distanz von 10 Kilometer. 

    Für Nordic Walker gibt es den GRAWE Nordic Herbst Walk über 4 km mit Zeitnehmung; alternativ den SPARKASSEN Frauental Walk ohne Zeitnehmung. Dann kommen auch noch die Smovey-Fans auf ihre Kosten. So kann man für die (inoffiziellen) Österreichischen Staatsmeisterschaften im smovey WALK nennen oder auch hier die 4 km ohne Zeitnehmung smovey walken. In Summe kann der Veranstalter beim 13. Herbstfarbenlauf knapp 1300 Teilnehmer begrüßen!


    Der erste Weg führt uns zur Startnummernausgabe. Sebastian erhält für den Familienlauf die Startnummer 18 und ich für den sogenannten HERVIS SPORTS Run die Startnummer 1145. Startsackerl war gestern. Die traditionell sehr großzügigen Startbeigaben des Herbstfarbenlaufes sind heuer in wirklich schöne und zweckmäßige Rucksäcke gepackt.

    Wir haben noch ein wenig Zeit und schlendern über das Veranstaltungsgelände, auch als Laufdorf "Aqua Fun" bezeichnet. Sebastian freundet sich bereits mit den Alpakas an, die bei den Läufen der Jüngsten anfangs das Tempo drosseln werden. Zelte mit Tischen und Bänken sind aufgebaut und für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der Radiosender "Antenne Steiermark" sorgt für flotte Beschallung entlang des Startbereiches, eine Musikband gibt im Zelt ihr Bestes und auch eine tolle Moderation darf nicht fehlen. Für geringes Startgeld wird hier wirklich jede Menge Spaß und Sport geboten.


    "Woche" Familienlauf - 570 Meter

    Wir haben Startaufstellung genommen. Beim Familienlauf ist die Begleitung durch einen Erwachsenen gestattet. Es erfolgt keine Zeitmessung und das ist gut so. Die Freude am Laufen soll im Vordergrund stehen.

    Es ist schön zu sehen, wie sehr sich Sebastian auf seinen Lauf freut und positiv angespannt ist. 30 Sekunden noch; der Countdown ist gestartet und dröhnt aus den Musikboxen. Gemeinsam mit weiteren 44 "Kind+Begleitung-Gespannen" geht es nun auf die Strecke. Zwei Alpakas werden vorne weg geführt und dämpfen auf den ersten rund 200 Metern das Tempo. Wie immer halte ich mich im Hintergrund und überlasse Sebastian die Tempogestaltung.


    copyright herbstfarbenlauf
    Sebastian spurtet davon. Ich habe inmitten der zig Kinderfüße den Anschluss verloren und mache nur langsam Boden gut. Mein flotter Junge überholt Kind um Kind und liegt bei Halbzeit am ungefähren zehnten Platz. Mittlerweile sind ihm die Strapazen anzumerken. Er kämpft aber tapfer weiter und macht weiter Platz um Platz gut. Ich rufe ihm zu, doch eine Gehpause einzulegen aber Sebastian möchte - wie er mir später gesteht - seine gute Platzierung nicht auf´s Spiel setzen. So beißt er sich durch und läuft auf der letztendlich 570 Meter langen Strecke inoffiziell (da ja keine Zeitnehmung und daher auch keine Reihung) als Zweitplatzierter ins Ziel. Großartig! Aber das Allerwichtigste: Sebastian hatte wieder sehr viel Spaß und lässt sich zurecht stolz die Finishermedaille um den Hals hängen. 

    Nach einer anschließenden Labung bei Würstel und Wasser gebe ich Sebastian in die Obhut seiner Oma und bereite mich auf meinen Lauf vor.

    Was ich erst später erfahren werde: Sebastian räumt bei der inzwischen stattfindenden Startnummern-Verlosung groß ab. Er gewinnt neben einem Lebkuchen-Rebenblatt den Hauptpreis, zwei Übernachtungen für die ganze Familie in einem JUFA-Hotel nach Wahl. Sebastian wird auf der Bühne interviewt, gefeiert und fotografiert, während ich mir die Seele aus dem Leib renne. Vielleicht war auch mir das Losglück hold? Ich werde es nie erfahren, denn ich habe schlicht darauf vergessen, auf den ausgehängten Gewinnlisten zu überprüfen, ob meine Startnummer für einen Preis gezogen wurde.


    "HERVIS SPORTS Run" - 10 Kilometer

    Ich orientiere mich an der Zeit vom Vorjahr, wo ich bei trübem Regenwetter mit 42:44 Minuten eine neue Bestzeit über 10 Kilometer gelaufen bin. Die letzten Monate standen jedoch im Zeichen von langen, langsamen Dauerläufen. Da ich vorwiegend auf langen bzw. ultralangen Strecken unterwegs war, wurde Tempotraining mehr oder weniger vernachlässigt. Mal sehen ...

    Ich habe mich recht weit vorne eingereiht und warte mit gut 200 Mitläufer auf das Startsignal. Ein 5 Kilometer langer Rundkurs mit kaum nennenswertem Höhenunterschied (15 Höhenmeter auf 5 Kilometer) ist zweimal zu durchlaufen. Die Strecke verläuft mit Ausnahme von ein paar hundert Meter Kiesweg auf geteerter Straße.

    Auf geht´s! Nach rund 300 Meter führt die Strecke leicht bergan. Es haben sich zwar wieder Teilnehmer mit deutlich geringeren Zeitambitionen in vorderster Reihe einsortiert, aber durch die breite Straße ist ein Überholen gut möglich und schnellere Läufer werden nicht nennenswert beeinträchtigt. Den ersten Kilometer laufe ich mit knapp unter 4 Minuten deutlich zu schnell. Der zweite Kilometer, der immer noch leicht aufwärts führt, wird mit knapp über 4 Minuten gestoppt. Der dritte Kilometer gibt auf leicht abschüssiger Strecke ein wenig Gelegenheit zur Erholung. Knapp vor dem 3. Kilometerschild ist eine Labestelle eingerichtet, wo freundliche Helfer Wasser und Iso reichen. Ich persönlich benötige heute jedoch keine Verpflegung und laufe zweimal an den ausgestreckten Händen mit Flüssigkeitsnachschub dankend vorbei. Der vierte Kilometer führt auf einem Kiesweg zum höchsten Punkt der Strecke, bevor es wieder leicht fallend dem Start- und Zielbereich entgegen geht.

    Wie ich diese "Sprintdistanzen" verteufle. Meine Herzfrequenz liegt bei 95 Prozent und ich kämpfe. Jede Faser des Körpers schmerzt, jeder Laufschritt kostet bereits nach wenigen Kilometern Überwindung. Die ersten 5 Kilometer laufe ich in für mich sehr guten 20:38 Minuten. "Schade, dass ich diese Rundenzeit kein zweites mal in den Frauentaler Asphalt stampfen vermag", gestehe ich mir beim Zieldurchlauf ein, während sich die Teilnehmer des 5 Kilometer langen sogenannten SCHILCHERLAND Laufes von der Strecke verabschieden.

    copyright herbstfarbenlauf
    Ich kämpfe mich die Kilometer sechs und sieben hoch. Ich habe deutlich an Pace verloren. Die liegt jetzt zwischen 4:20 und 4:30 Minuten für den Kilometer. Auch der leicht abschüssige Kilometer acht verschafft mir keine Regeneration mehr. Endlich befinde ich mich auf dem letzten Kilometer. Das Ziel vor Augen, kann ich mich noch ein wenig steigern und laufe nach 42 Minuten und 40 Sekunden unter den Anfeuerungsrufen meines Sohnes mit neuer persönlicher Bestzeit über die Ziellinie. Meinen alten 10K-Rekord habe ich um ganze 4 Sekunden unterboten. Ich platziere mich in der Gesamtwertung damit von 207 Startern auf den für mich sehr zufriedenstellenden 33. Rang.

    Eine handgefertigte Finishermedaille in Form eines Schafes (sinnbildlich) wird mir um den Hals gehängt. Köstliche Aufstrichbrote, Erdinger Alkoholfrei, Wasser und Iso sind gerichtet. Während ich ein paar Happen Brot zu mir nehme und ein alkoholfreies Bier trinke, berichtet mir Sebastian über sein Losglück. Am Heimweg erfreuen wir uns gemeinsam an unseren heute erbrachten Leistungen und schmieden den Plan, im kommenden Jahr wieder hier beim Frauentaler Herbstfarbenlauf am Start zu stehen.


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    Freitag, 22. September 2017

    16.09.2017: Stanzer Trailrun - Laufbericht

    Stanz im Mürztal ist bereits zum 8. Mal Schauplatz des sogenannten Stanzer Trailrun. Die äußerst anspruchsvolle Strecke weist auf 49 Kilometer Distanz stolze 1900 Höhenmeter auf. Der überwiegende Teil der Strecke führt auf Singlepfaden durch den Wald und über Almwiesen, über verwurzelte Rinnen oder Schotterwege. Alternativ steht eine Kurzdistanz zur Auswahl bzw. kann der Stanzer Trailrun auch als 3er-Staffel absolviert werden.

    Im Rahmen des diesjährigen Stanzer Trailrun werden die Österreichischen und Steirischen Meisterschaften im Trail-Marathon ausgetragen. Um bei diesen Meisterschaften an den Start zu gehen, muss eine ÖLV-Lizenz durch den Verein gelöst werden. Dank der Unterstützung meines Laufklubs, dem MT-Hausmannstätten, bin ich erstmals in meiner Läuferkarriere für offizielle Meisterschaften genannt.

    Der Start befindet sich direkt im Ort Stanz vor dem Gemeindeamt. Das Zieltor ist im Teichstadion von Stanz im Mürztal aufgebaut. Hier stehen auch Umkleiden und Duschen bereit. Für Speis und Trank ist ebenfalls bestens gesorgt. Ein Partyzelt schützt vor Witterungseinflüssen. In diesem Zelt werden am späten Nachmittag die Siegerehrungen durchgeführt und Natascha S. wird als Show-Act die Bühne rocken.

    "Eine herausfordernde Strecke in mitten der Natur mit atemberaubenden Fernblicken" wird vom Veranstalter versprochen. Herausfordernd und mitten in der Natur? Ja! Atemberaubende Fernblicke? Diesbezüglich können am heutigen nebelverhangenen Tag nur Mutmaßungen angestellt werden. Aber wir wollen dem Veranstalter Glauben schenken.

    Die Abholung der Startunterlagen ist unkompliziert und rasch erledigt. Was sofort auffällt? Freundlich und hilfsbereit sind hier alle, und diese Tatsache zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung. Der Läufer steht hier im Mittelpunkt! Für ein Nenngeld von 40 Euro gibt es ein wirklich schickes Funktionsshirt mit Stehkragen und Zip *), einen Essensbon für die "Stärkung danach", einiges an Werbepapier, einen Diesel-Drink, die Verpflegung an rund 10 Labestellen entlang der Strecke sowie die Ziel-Labung bei einem gut bestückten Kuchenbuffet. Die Zeitmessung erfolgt beim Stanzer Trailrun "manuell".

    *) Der Praxistest hat gezeigt, dass der durchaus wertig und schwer gefertigte Zipverschluss leider häufig gegen Hals oder Kinn schlägt und mir dieser Umstand beim Laufen unangenehm ist. Auch lösen sich die Nähte speziell bei den Ärmeln bereits nach dem ersten Schonwaschgang. Schade!

    Zurück zum Lauf: Mein primäres Ziel ist es, bei den Steirischen Meisterschaften in meiner Altersklasse eine Medaille zu erlangen. Das sollte möglich sein, denn die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass der Andrang zur Teilnahme an den Meisterschaften nicht sonderlich groß ist. Sportlich wertlos? Mag zum Teil richtig sein! Aber ich will ein solches Stück Edelmetall in meiner Medaillensammlung haben. Pasta!

    Noch wenige Minuten bis zum Start. Durch die starken Niederschläge der letzten Tage und vor allem der letzten Nacht habe ich mich spontan für wasserdichte GTX-Trailschuhe entschieden. Der Wettkampf wird zeigen, ob es die richtige Wahl war. In meine Laufweste habe ich zwei Gels, Salztabletten und meine Regenjacke gepackt. Ich kalkuliere für mich eine mögliche Laufzeit von ungefähr 5 Stunden und 15 bis 30 Minuten. Hoffentlich sehen das meine schweren Beine genauso. Denn statt zu tapern machte ich die letzten Tage auf meinem "Haushügel", dem Hühnerberg, noch reichlich Kilometer und Höhenmeter.

    Böllerschuss! Die Läufeschar setzt sich in Bewegung. Rasant sogar!

    1. Teilstück von Stanz bis zum Schanzsattel (20 Kilometer)

    Die ersten Kilometer sind auf asphaltierter Straße zu laufen und es geht leicht bergab. Entsprechend flott stürmt die Spitze des Feldes voran. Ich bin auch zu schnell unterwegs. Die ersten beiden Kilometer sind mit rund 4:30 min/km notiert. Nach 1,7 Kilometer ist die tiefste Stelle der Strecke erreicht.

    Ab nun geht es für die nächsten 10 Kilometer stetig bergauf. Nach gut 5 km ist die erste Verpflegestelle beim Wolfseggerkogel positioniert. Es stehen Wasser, Iso und Cola sowie Bananen und Schnitten bereit. Ich labe mich mit Wasser und Bananenstücken. Mir fällt auf, dass sehr viele Teilnehmer an der Verpflegestelle vorbei laufen.

    Nun geht es auf Hohlwegen weiter. Mal steiler, mal weniger steil. Teilweise muss durch knöcheltiefen Matsch gelaufen werden, teilweise ist die Strecke mit nassen und rutschigen Steinen und Felsbrocken gespickt. Die Witterungsverhältnisse erschweren den ohnehin sehr anspruchsvollen Lauf deutlich.

    Ich fühle mich nicht sonderlich gut. Kein Vergleich zum Kainacher Bergmarathon vor ein paar Wochen. Mit lockeren Beinen erklomm ich in der Weststeiermark die Höhenmeter. Heute schleppe ich mich die Steigungen hoch.

    Nach 11,6 Kilometer geht der erste lange Anstieg mit rund 880 Höhenmeter zu Ende und die Strecke führt nun relativ flach über die Stanglalm nach Bäreneben. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Nasse Wurzeln und steinige Pfade verlangen, jeden Schritt mit Bedacht zu setzen.

    Kurz darauf ist die 4. Labestelle erreicht. Hier "Auf der Schanz" findet auch die erste Staffelübergabe statt. Mehrmals wird von Helfern die Startnummer registriert, so auch hier wieder. Diese Maßnahme dient der Sicherheit uns Läufer und soll natürlich auch Schummler das Abkürzen vermiesen.

    2. Teilstück vom Schanzsattel bis zur Stanzbergerhöhe (13 Kilometer)

    Die nächsten Kilometer führen großteils bergab. Einige Gegenanstiege brechen den Rhythmus. Aber alles in allem kann ich hier Richtung Herrnalm gut Strecke machen und meine schon sehr in Mitleidenschaft gezogenen Kraftreserven ein wenig regenerieren.

    Aber meinem forschen Beginn und dem fehlenden Tapering in der letzten Woche zolle ich Tribut. Ich hätte es besser wissen müssen. Denn bei Kilometer 23, inmitten eines steilen Bergabstückes mit teils kniehohen Stufen, krampfen beide Oberschenkelmuskel. Ich umarme in meiner Not einen Baum, um nicht vor Schmerzen schreiend den Abgang zu stürzen. Einige Dehnübungen später steige ich sorgsam die Steigung hinab und versuche mit Bedacht weiter zu laufen.

    An der nächsten Labestelle kippe ich 3 Becher Wasser und Iso samt Salztablette in mich rein und hoffe, vor weiteren Muskelkrämpfen verschont zu bleiben. Auch ein Gel spüle ich runter und erhoffe mir davon ein wenig Energie. Diese habe ich dringend notwendig, denn mein Körper läuft auf Reserve. Jeder Laufschritt kostet überdurchschnittlich Energie. Und das über 20 Kilometer vor dem Ziel. Nicht mein Tag, schimpfe ich in den noch immer nebelverhangenen Himmel.

    Die Kilometer bis zur 2. Wechselstelle verlaufen kupiert und sind gut laufbar.

    3. Teilstück von der Stanzbergerhöhe zurück nach Stanz (17 Kilometer)

    Nach einer weiteren Labe auf der Stanzbergerhöhe trete ich die letzte Etappe an. Das vermeintlich schwierigste Teilstück steht mir unmittelbar bevor. Bevor es in die Vertikale geht, gilt es noch einen tief schlammigen Abschnitt quer zum Berg zu laufen. Größte Konzentration ist hier angesagt, um nicht seitlich wegzurutschen.

    Nun aber hinein in den Aufstieg zum Hochschlag. Nach wenigen Augenblicken verfluche ich meine Entscheidung, auf Trailrunning-Stöcke verzichtet zu haben. Hier würden sie mir gute Dienste leisten. So krieche ich teils auf allen Vieren auf dem rutschigen Untergrund Meter um Meter nach oben. Nach einem ersten steilen Anstieg sind mir ein paar Laufschritte im flachen Gelände gegönnt, bevor es abermals hoch geht; diesmal richtig nach oben geht! Ich kann einfach nicht mehr, bin mit zu wenig Körner im Gepäck nach Stanz angereist und die paar wenigen habe ich viel zu früh im Rennen verbraucht. Ich lehne mich mehrmals an einen Baum um mich zu erholen und muss kraftlos zusehen, wie ich das eine ums andere mal überholt werde. Aber auch die größte Qual hat ein Ende, wenngleich ich für die 1800 Meter, auf denen 360 Höhenmeter zu überwinden sind, stolze 34 Minuten benötige. Aber nun ist es nebelverhangen in Sicht: Das Gipfelkreuz! Das gehört fotografiert! Ich greife nach meiner Kamera im Laufrucksack, übersehe einen großen Stein, stolpere und liege am Bauch. Zum Glück bin ich unverletzt, abgesehen vom Wadenkrampf, der mir ein schmerzverzerrtes Gesicht beschert. Was hilft´s! Aufstehen, Krone richten, weitersteigen ...

    Endlich bin ich beim Gipfelkreuz angelangt. Aber die Option auf eine gute Zeit ist spätestens jetzt vertan. Freundliche Helfer harren hier bereits seit Stunden aus und servieren Cola, Iso, Wasser, Schnitten, Bananen. Ich labe mich. Bei guter Fernsicht bestimmt ein schöner Platz zum Verweilen. Mir wird rasch kalt. Ich schlüpfe in meine Regenjacke und mache mich vom Acker. Läuft man "am Zahnfleisch", ist´s auch bergab keine Freude mehr. Schon gar nicht auf schmalen, rutschigen Pfaden. So schön der Trail hier in Stanz ist, so feindselig ist er gegenüber müden Beinen.

    Ob der noch verbleibenden 15 Kilometer bin ich ein wenig verzweifelt. Jetzt hilft nur, den Kopf in die positive Richtung zu dirigieren. "Solche Phasen hatten wir doch schon zur Genüge und wir haben es noch jedes mal zur Ziellinie geschafft", rede ich mir Mut zu. Mal auf engen Singletrails, mal quer über die Kuhweide geht es im dichten Nebel Richtung Ebenschlag. Weidende Kühe tauchen dabei aus dem Nichts aus und lassen mich erschrecken. Bergab laufe ich, Gegenanstiege wandere ich hoch. Ich habe in den Sightseeing-Modus gewechselt und halte mehrmals an, um Fotos zu machen.

    An der letzten Labestelle treffe ich auf eine fröhliche Wanderrunde mit selbstgebundenen Kopfkränzen. Ich frage scherzend, ob man mir zu Ehren meines eleganten Laufstils nicht auch ein solch schöner Kopfkranz verleiht? Nachdem mir das Versprechen abgenommen wird, den Kopfschmuck fortan bis zum Zieleinlauf zu tragen, trabe ich kurze Zeit später "aufgehübscht" weiter.

    Auf breiten Schotterweg-Serpentinen nähere ich mich dem Ziel. Ein paar hundert Meter vor dem Ziel wird zum wiederholten Mal meine Startnummer registriert und per Funk dem Stadionsprecher weitergeleitet. So höre ich schon aus der Ferne, dass ich für den baldigen Zieleinlauf angekündigt werde. Der Sportplatz muss noch umrundet werden, bevor es am Spalier von gebastelten Kinderhänden vorbei geht und ich unter Applaus der Zuschauer nach 5 Stunden und 53 Minuten die Ziellinie überquere. Nach der Erstversorgung am Kuchenbuffet und einer Dusche löse ich meinen Essens-Bon in Form eines guten Gulasch samt Nudeln ein und hydriere mich mit Hopfensaft.

    Ich darf heuer nach meinem Sieg beim 6-Stunden-Lauf in Oberwart zum zweiten Mal in meinem Läuferleben auf ein Siegerpodest, denn bei den Steirischen Meisterschaften schaffe ich es in meiner Altersklasse tatsächlich auf den zufriedenstellenden 2. Platz. Mir wird die Silbermedaille verliehen und so darf ich mich ab sofort als Steirischer Altersklassen-Vizemeister im Trail-Marathon bezeichnen ;-). Während andere bestimmt bis tief in die Nacht mit Natascha S. abfeiern, fahre ich nach Hause. Ich habe nämlich auch eine Natascha S. zu Hause. Und einen Sohn, den ich bevor er zu Bett geht, mit meiner Medaille imponieren muss.

    Fazit

    Der Stanzer Trailrun ist anspruchsvoll und in eine sehr schöne Landschaft gebettet, wenngleich der Nebel einer Fernsicht im Weg gestanden ist. Die Organisation hat keine Schwächen erkennen lassen. Die zahlreichen Helfer waren stehts gut gelaunt, hilfsbereit und motivierend. Die Strecke war bis auf wenige Ausnahmen unmissverständlich beschildert, die Labestellen waren ausreichend bestückt. Ich werde in den kommenden Jahren wohl wieder in Stanz am Start stehen.

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