Sonntag, 13. August 2017

13.08.2017: Erzberglauf - Laufbericht

Der Erzberg, direkt an der steirischen Stadt Eisenerz liegend, ist zum bereits 15. Mal Austragungsort vom internationalen ERZBERGLAUF & NORDIC WALK. Hier erwartet dem Teilnehmer ein besonderes Laufabenteuer. Denn der Erzberg, auf dem seit dem 11. Jahrhundert hauptsächlich Siderit abgebaut wird, ist grundsätzlich bergpolizeilich gesperrtes Gebiet. Aber einmal im Jahr gehören die steinigen Trassen um den größten Eisenerztagbau Mitteleuropas, auf dem sonst die kolossalen Schwerlastkraftwagen Gestein zu Tal transportieren, dem Läufer und Nordic Walker. Ergänzt wird das Event-Wochenende, offiziell als "Krone Adventure Days Erzberg" bezeichnet, um einen Hindernislauf namens ROCK@MAN DIRTRUN sowie der UP&DOWN Mountainbike-Challenge.

Es ist ein Privileg, Zugang zum Belaufen des Erzberges zu erhalten. Entsprechend umfangreich sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die unterzeichnet zur Abholung der Startnummer mitzubringen sind. Unter anderem ist in diesem 4seitigen Papier zu lesen, "dass das Aufenthaltsrecht am Berg auf das ausgewiesene Veranstaltungsareal beschränkt ist, der Rücktransport vom Berg ausschließlich in den dafür vorgesehenen Shuttle-Bussen zu erfolgen hat und dass eigenmächtiges Betreten des Geländes außerhalb der Veranstaltungszeiten strengstens verboten ist". Immerhin beläuft der Teilnehmer ein aktives Bergbaugebiet, an dem 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr abgebaut wird. Vorzulegen sind außerdem die Online-Anmeldebestätigung sowie die Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises.

Für das Startgeld erhält man die Startunterlagen (Startnummer), eine Verpflegung an 3 Labestationen entlang der Strecke, das Ziel-Labesackerl, den Adventure-Pass mit einigen Gutscheinen einschließlich einem Pasta-Gutschein, eine Finisher-Medaille sowie das Busticket vom Gipfel des Erzberges hinunter in den Ort Eisenerz bzw. zum Sammelparkplatz. Auch Zuschauer können die Shuttle-Busse gegen eine Gebühr von 5 Euro nutzen, um zum Zielbereich bzw. im Anschluss an den Lauf wieder hinunter gebracht zu werden.

Dass ich hier am Start stehe, ist einem Gewinnspiel der Energie Steiermark geschuldet. Auf Facebook wurden kostenlose Startplätze verlost und ich Glücklicher habe einen davon gewonnen.

Ich treffe gegen 08.30 Uhr beim Sammelparkplatz am Ortseingang von Eisenerz ein. Mit dem Shuttle-Bus geht es weiter zum Startbereich. Ich habe bis zum Start des Erzberglaufes noch ausreichend Zeit. Die Elite-Läufer starten laut Ausschreibung um 10.00 Uhr. Als Elite-Läufer gilt heute derjenige, der sich eine Zielzeit unter 1 Stunde und 15 Minuten zutraut. Die Hobbyathleten werden ein paar Minuten später auf die Strecke gelassen. Nordic Walker werden gebeten, sich am Ende des Starterfeldes einzureihen.

Der erste Weg führt mich zur Abholung der Startunterlagen. Hier herrscht bereits großes Gedränge. Aber ich muss mich heute nicht anstellen. Für Starter (Gewinner) der Sponsoren steht eine eigene "Fast Lane" bereit. Tolles Service! Nur drei Minuten später habe ich das Organisatorische erledigt. Im Startpaket ist neben den bereits erwähnten Goodies auch ein Kleiderbeutel. Dieser kann dann vor dem Start mit der eigenen Startnummer beschriftet abgegeben und im Ziel in Empfang genommen werden. Es ist kühl und trüb. Ich behalte die wärmende Jacke und die lange Trainingshose bis rund 20 Minuten vor dem Start an. Dann packe ich meine Klamotten in den Kleidersack und deponiere ihn beim Gepäcktransport. Ich nehme mir ein wenig "Hypotonisches" vom Diesel Sport - Promotionstand und laufe mich einige Minuten warm.

Für mich steht heute der pure Laufgenuss an erster Stelle. Zu oft haben mich ambitionierte Zeitziele auf der Jagd nach persönlichen Bestzeiten über die Laufstrecken gehetzt. Heute möchte ich jeden Höhenmeter des Erzberglaufes im lockeren Dauerlauf erklimmen, die Stimmung aufsaugen, die landschaftliche Einmaligkeit genießen.

Zeit für die Eckdaten des Laufes: Die Strecke hat eine Länge von knapp 12,5 Kilometer und weist nach Angabe des Veranstalters 788 positive Höhenmeter auf. Die durchschnittliche Steigung beträgt 6 Prozent. Das Ziel des Erzberglaufes liegt auf einer Seehöhe von rund 1450 Meter. Die Zeitnehmung wird durch pentek-timing sichergestellt. Über 900 Teilnehmer aus 18 Nationen stürmen heute gemeinsam mit mir als Läufer oder Nordic Walker den Erzberg.

Noch wenige Minuten bis zum Start! Eine eigens komponierte Erzberghymne ertönt aus den Lautsprechern. Der Moderator informiert in deutsch und englisch über die aktuellen Witterungsverhältnisse am Berg und verweist nochmals auf sicherheitsrelevante Aspekte. Der stellvertretende Landeshautpmann der Steiermark, Mag. Michael Schickhofer, hält die Begrüßungsworte und gibt den Start für die Elite-Läufer mit einer standesgemäßen Sprengung frei. Ein lauter Knall hallt durch Eisenerz und rund 200 Läufer aus dem ersten Startblock machen sich auf dem Weg zum Gipfel.

Kurze Zeit später wird die Strecke recht unspektakulär auch für die sogenannten Hobbyathleten und Nordic Walker freigegeben. Wir starten auf einer Höhe von 700 Meter über Adria. Die ersten paar hundert Meter führen nur leicht steigend aus dem Ort Eisenerz zum Fuß des Erzberges. Nach einem Kilometer ist das sonst gesperrte Bergbaugelände erreicht. Der Weg führt nun moderat nach oben. Die Temperaturen sind für den Laufsport nahezu ideal, wenngleich ich persönlich es gerne etwas wärmer hätte. Aber ich habe schnell mein Wohlfühltempo gefunden und genieße den Lauf von den ersten Metern weg.

Den Anstiegen weichen vorerst immer wieder flache Trassen, auf denen man sich ein wenig erholen kann. Überdimensionale Reifen zäumen den Weg. Wunderbare Blicke auf die in Gestein gesprengten Stufen des Erzberges belohnen für den vergossenen Schweiß. Mühen sind es heute keine. Es ist pure Freude, hier zu laufen. Ich mache im Laufschritt einige Fotos. Aus diesem Grund trage ich meine Laufweste. So kann ich mein Smartphone während der Fotosafari gelegentlich verstauen. Aber auch professionelle Fotografen sind immer wieder zu sehen. Zwei Tage später wird man die Fotos im Internet im Kleinformat vorbegutachten und bei Gefallen käuflich erwerben können. Für das Fotoservice zeichnet sich Foto Viertbauer aus.

Das Feld hat sich in die Länge gezogen. Die ersten Läufer schlängeln sich bereits weit voraus die Kehren empor, während auch am Fuß des Erzberges noch Teilnehmer auszumachen sind. Die Wege sind breit und auf dem meist feinsteinigen Untergrund ist gut zu laufen. Ich trage meine Trailschuhe. Die Inov-8 Race Ultra 290 sind wie immer eine gute Wahl. Zahlreiche Mitarbeiter des Veranstalters sichern exponierte Stellen gut ab und verhindern ein Verlassen der offiziellen Laufstrecke. Zuschauer gibt es hier nicht; wenn man von der Handvoll Zaungäste absieht, die uns vom Hauly (liebevoll für Schwerlastkraftwagen) aus beäugen. Aber anfeuernde Zuseher braucht es hier auch keine. Ich genieße die Ruhe und die bizarre Erscheinung des Berges.

Die Kilometer sind beschildert und um Angaben zu den bereits erklommenen Höhenmeter ergänzt. Bei Kilometer 4 ist die erste Verpflegestelle eingerichtet. Es stehen Wasser, Iso und Obst zur Labung bereit; kredenzt von freundlichen Helfern. Zum Müllproblem an den Labestellen habe ich einen Verbesserungsvorschlag: Die Verpflegezone mit Markierungen kennzeichnen und am Ende dieser Zone Abfallbehältnisse aufstellen. Und ein Mittragen der Kunststoffbecher über die gekennzeichnete Verpflegezone hinaus untersagen. Es muss doch wirklich nicht sein, dass der Teilnehmer im Schlurfschritt 20 - 50 Meter Wegzeit benötigt, um den halben Becher Wasser zu leeren und diesen dann in die Botanik schleudert.

Die Kilometer 5 und 6 verlaufen flach, teilweise sogar leicht fallend um einen hier am Berg entstandenen Schlammteich herum. Das Wasser schimmert türkis. Auf diesem Abschnitt machen einige Mitläufer ordentlich Tempo und hetzen an mir vorbei. Ich bleibe meinem heutigen Vorsatz treu und laufe weiterhin mein Wohlfühltempo.

Es steigt wieder! Etwas steiler als zu Beginn. Pro Kilometer sind nun im Schnitt knapp 100 Höhenmeter zu erklimmen. Nach rund 8 Kilometer ist wieder ein Verpflegungstisch aufgebaut. Die Wege werden nun ein wenig schmaler, die Serpentinen enger.

Mittlerweile ist die Nebeldecke erreicht. Schade um den vermeintlich wunderbaren Ausblick, den man von hier oben auf die Umgebung bei klarem Wetter hat. Aber Fernsicht ist uns heute keine vergönnt. Auch ist es merklich kühler geworden und aus dem dichten Nebel nieselt es ein wenig.

Gut 2 Kilometer vor dem Ziel kann noch einmal Energie getankt werden. Ich fühle mich nach wie vor wunderbar und trabe in konstantem Tempo dem Erzberg empor. Aus der Ferne sind Kuhglocken und applaudierende Zuschauer zu hören. Ein paar Kehren später werde auch ich beklatscht und mit anfeuernden Worten bedacht.

Es geht dem Ziel entgegen. Schade eigentlich! Der Weg wird zwar zusehends steiler, aber meine Beine tragen mich ohne zu murren nach oben. Ich laufe am eigens für die Veranstaltung errichteten Festzelt vorbei. Hier wird später die Siegerehrung stattfinden. Die ersten Läufer laben sich bereits mit einer Pasta und hydrieren sich mit Hopfensaft. Auch Duschen stehen hier bereit. Das Bundesheer hat einige tausend Liter Wasser auf den Berg geschafft und stellt gewärmtes Wasser zur Verfügung.

Ich habe noch zwei Kehren vor mir. Zuschauer säumen nun den Weg und es herrscht trotz des düsteren Wetters eine hervorragende Stimmung. Schlussspurt! Steil empor gehen die letzten Meter. Ich mache noch ein paar schnelle Laufschritte und bin nach 1 Stunde und 20 Minuten im Ziel, das sich auf rund 1450 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Ich bin auf der "Etage 26 - 7. Horizont", wie der Gipfel des Erzberges genannt wird, angelangt und habe mich im guten Mittelfeld klassiert. Mir wird die sehr wertig gefertigte Finisher-Medaille um den Hals gehängt und eine Flasche Wasser in die Hand gedrückt. Ich eile schnell zur Kleiderbeutel-Ausgabe. Raus aus dem nassen Shirt und rein in den wärmenden Hoodie. Lange Hose rauf, Kapuze über den Kopf, warm ist`s mir wieder!

Im Festzelt erhält jeder Teilnehmer gegen Vorlage der Startnummer das Ziel-Labesackerl. Darin enthalten ist ein richtig leckerer Müsliriegel, eine Flasche Wasser, ein alkoholfreier Radler sowie ein Apfel. Die Pasta esse ich "plain". Ich bin weder ein Freund von Tomaten- noch von Bolognese-Sauce. Aber macht nichts. Auch Nudeln ohne Sauce schmecken am Erzberg. Später geht es mit den bereit stehenden Shuttle-Bussen zurück zum Sammelparkplatz.

Fazit: Dem Teilnehmer erwartet beim Erzberglauf die einmalige Gelegenheit, den größten Tagbau Österreichs belaufen zu dürfen. Die Organisation ist einwandfrei. Die Verpflegung ist ausreichend, die Verpflegestellen sind gut positioniert, die Helfer freundlich. Als Belohnung erhält der Teilnehmer auf knapp 1500 Meter Seehöhe eine wertige Finisher-Medaille, eine Pasta und sogar warm aufbereitetes Duschwasser.


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Montag, 7. August 2017

06.08.2017: Kainacher Bergmarathon - Laufbericht

Kainach bei Voitsberg, eine 1700-Seelen-Gemeinde rund 35 Kilometer westlich von Graz, ist heute wieder Schauplatz des traditionellen Kainacher Bergmarathons. Der Berglauf weist eine Distanz von 44,5 Kilometer auf und ist mit 1800 positiven Höhenmetern gespickt. Eine wunderbare Laufstrecke mit tollen Trails und technischen Passagen wartet auf uns knapp 100 Einzelstarter. Auch Nordic Walker kommen hier auf ihre Kosten. Die Teilnahme am Bergmarathon als 3er-Staffel ist ebenfalls möglich.

Ich bin voller Vorfreude. Ich war bereits im Vorjahr hier und kenne die Vorzüge dieser großartig organisierten Laufveranstaltung. Ich weiß allerdings auch um die Strapazen die es zu ertragen gilt, bevor man sich hier als Finisher feiern lassen darf.

Vor einem Jahr habe ich für die überaus selektive Strecke 5 Stunden und 23 Minuten benötigt. Diesmal soll mir das Rennen als Testlauf dienen. Ich plane nämlich, im September an den steirischen Meisterschaften im Trailmarathon teilzunehmen. Und ich möchte mich in Stanz im Mürztal nicht blamieren. Daher fordere ich heute von mir eine Zeit von maximal 5 Stunden ein.

Die Abholung der Startunterlagen findet in bewährter Weise in der Volksschule Kainach statt. Hier stehen auch Umkleiden und Duschen zur Verfügung. Im Anschluss an den Lauf kann man sich hier die müden und geschundenen Beine massieren lassen. Im Startsackerl ist ein funktionelles Laufshirt, eine Eintrittskarte für die Therme Nova in Köflach sowie einige Produktproben enthalten. Die Zeitnehmung erfolgt per Chip von hightech timing.

Kurz vor 09.00 Uhr nehmen wir Startaufstellung. Ich trage meine Salomon-Weste. Bestückt habe ich sie mit 4 Gels, einigen Salztabletten und einer Softflask mit Wasser. Einigen Grußworten der Organisatoren folgt der Segen von Pfarrer Mag. Lembacher. Und schon geht es los! Die ersten zwei Kilometer führen Richtung Norden noch relativ flach aus dem Ort Kainach. Die Anstiege lassen aber nicht lange auf sich warten. Zuerst auf einem Wiesenweg, später auf Wald- und Schotterwegen geht es kontinuierlich nach oben.

Nach 5,5 Kilometer ist die erste Labe erreicht. Das schwüle Wetter lässt den Schweiß in Strömen fließen. Mein Wasservorrat ist bereits aufgebraucht. Ich fülle meine Flasche nach, drücke mir ein Gel in den Mund, spüle reichlich mit Wasser nach und nehme mir für den weiteren Weg einen Energie-Riegel mit. Am Steinbruch vorbei geht es weiter aufwärts. Ich benötige für die ersten 10 Kilometer 1 Stunde und 17 Minuten und bin im Vergleich zum Vorjahr um 4 Minuten schneller.

Nach 14 Kilometer ist die Zeissmann Hütte erreicht. 1000 Höhenmeter sind auf der Haben-Seite verbucht. Hier findet auch der erste Staffel-Wechsel statt. Entsprechend groß ist der Rummel. Die Speicher werden abermals mit Wasser, Iso und einigen Stücken Banane aufgefüllt. Während die Staffelläufer der ersten Etappe erschöpft zu Boden sinken und ihren Teampartner auf die Reise schicken, geht es auch für uns Einzelstarter unermüdlich dem höchsten Punkt der Strecke entgegen.

Weitere 3 Kilometer später habe ich den Roßbachkogel erreicht. Ich befinde mich auf rund 1700 Meter Seehöhe. Nun folgt der technisch sehr schwierige Abstieg zum Gleinalm-Schutzhaus, wo die nächste Labestelle wartet. Teils kniehohe Stufen auf ausgewaschenen, schmalen Pfaden erfordern höchste Konzentration. Ein Sturz hier in diesem unwegsamen Gelände kann schwere Verletzungen nach sich ziehen.

Über einen stark verwurzelten Waldweg führt die Strecke auf die Lipizzanerweide. Die Halbmarathonmarke ist nach 2 Stunden und 37 Minuten erreicht. Ich bin 9 Minuten schneller als bei meinem Antreten im letzten Jahr. Es schmerzt, aber es rollt. Großteils führt die Strecke nun talwärts, aber giftige Gegenanstiege und der mitunter sehr schwierig zu laufende Untergrund lassen kaum eine Verschnaufpause zu.

Plagten mich im Vorjahr in den Bergab-Passagen die Oberschenkelstrecker, so quälen mich diesmal meine blauen Zehen; ein Souvenir vom mozart100.

Beim Alpengasthof Krautwasch ist die zweite Wechselstation eingerichtet. Bevor es auf das letzte Drittel der Strecke geht, labe ich mich abermals mit ausreichend Flüssigkeit. Weiterhin verlangt die Strecke von mir alles ab. Moderat fallende und gut zu laufende Wald- und Schotterwege nähren die Hoffnung, den Lauf tatsächlich in 5 Stunden zu finishen. Jedoch tauchen auch immer wieder völlig unerwartet steile Gegenhänge auf, die die Zeit im Nu verrinnen und die Aussicht auf ein sub5 schwinden lassen. Zwischen Hoffen und Bangen habe ich die Kilometermarke 35 erreicht. Ich bin seit 4 Stunden und 3 Minuten auf den Beinen. Ganze 17 Minuten schneller als vor einem Jahr.

Es geht dem Ziel entgegen. Trails sind einer asphaltierten Straße gewichen. Steil abwärts geht es dem Ort Kainach entgegen. Trotz schmerzender Zehen kann ich hier die Kilometer deutlich unter 5 Minuten laufen. Aber es ist noch nicht geschafft, denn es erwartet mich noch die sogenannte Sadisten- oder Friedhofsschleife. Warum diese Bezeichnung? Obwohl das Ziel zum Greifen nahe und in Sichtweite ist, fordert die Streckenführung noch eine Schleife mit einigen zusätzlichen Höhenmetern.

Hier schickt sich mein rechter Oberschenkel an, verkrampfen zu wollen. Ich muss eine Gehpause einlegen. Ich bin kraftlos, ausgepowert, erschöpft. Zwei Mitstreiter ziehen an mir vorbei. Aber auch diese Anhöhe ist irgend wann geschafft und ich befinde mich auf dem letzten Kilometer.

Kurze Zeit später werde ich vom Moderator namentlich mit Vereinszugehörigkeit angekündigt und laufe über die Ziellinie. Geschafft! Ein kleines Jubiläum: Es war heute mein zehntes Marathon- oder Ultrafinish! Die Zeit? 5 Stunden und 58 Sekunden; gute 20 Minuten Steigerung zum Vorjahr! Ich bin zufrieden. Unter 97 Startern bin ich auf dem 32. Gesamtrang klassiert und erreiche den 5. Platz in meiner Altersklasse.

Fazit

Der Lauf hat auch heuer wieder gehalten, was ich mir versprochen und wie ich ihn in Erinnerung hatte. Der Kainacher Bergmarathon, vom TUS Kainach, der Sektion Leichtathletik und Triathlon organisiert, ist immer eine Reise wert. Eine tolle Organisation, gepaart mit einer landschaftlich wunderbaren, wenngleich sehr anspruchsvollen Trail-Strecke, erfreut hier in Kainach bei Voitsberg das Herz des Berglauf-Freundes.


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Samstag, 15. Juli 2017

15.07.2017: Mini Römer beim Römerlauf 2017 - Laufbericht

Sebastian´s Laufhunger will wieder gestillt werden. Er mag das ganze Rundherum einer Laufveranstaltung sehr. Angefangen von der Startnummernausgabe, über die Inspektion des Goodie-Bags, das Rennen selbst, bis hin zur belohnenden Finisher-Medaille findet mein Sohn alles sehr aufregend und spannend. Ich freue mich über sein Interesse und so steht Sebastian heute an der Startlinie des Römerlaufes.

Der Römerlauf findet bereits seit vielen Jahren im Naturparkzentrum Grottendorf (Nähe Leibnitz) statt und gilt als schönster Abendlauf Österreichs. Der Veranstaltungsort im Süden der Steiermark ist für uns über die Autobahn leicht zu erreichen und bietet großzügige 4000 Parkplätze im unmittelbaren Veranstaltungsgelände. Auch Warmwasserduschen, Umkleiden und ein riesiger Gastgarten zur anschließenden Labe sind für erwartete 2500 Teilnehmer gerichtet. Die Hauptläufe finden zur Primetime statt, sodass man in die Dämmerung läuft. Die Strecke ist dann mit mehr als tausend Fackeln ausgeleuchtet. Wer also einen romantischen Abendlauf sucht, ist hier beim Römerlauf gut aufgehoben.

Sebastians Mini Römer - Lauf startet bereits um 17.00 Uhr. Der Lauf hat eine Länge von 560 Meter und führt um das Naturparkzentrum. Die Abholung seiner Startunterlagen nimmt der junge Mann natürlich selbst vor. Im Starterbag findet er für 9 Euro Nenngeld ein Funktionsshirt, welches gleich angezogen und stolz getragen wird. Auch eine Flasche Mineralwasser, einiges Werbepapier sowie ein Gatorade sind beigelegt.

Da wäre auch schon meine einzige Kritik an den Veranstalter: Energy-Drinks haben meiner Meinung nach in einem Goodie-Bag für Kinder nichts zu suchen. Wenn es ein Goodie-Bag für die Kinderläufe geben soll, dann mit kindgerechtem Inhalt.

Zeitnehmung gibt es beim Mini Römer - Lauf keine, was ich persönlich sehr begrüße. Die pure Freude an der Bewegung soll für die jungen Sportler im Mittelpunkt stehen. Das Streben nach guten Platzierungen und die Jagd nach "personal bests" kommt noch früh genug.

Wir besprechen unsere "Taktik". Ziel: Der junge Mann soll Spaß haben. Und wie bei Kinderläufen üblich, dürfen die Kids begleitet werden. Ich möchte ihm jedoch weder im Weg stehen, noch sein Tempo beeinflussen. Wir halten es daher so, wie zuletzt beim WelschiKNAXmarathon. Ich werde mich im Hintergrund halten; hinter ihm herlaufen. Der obligatorische Gang auf die Toilette darf natürlich nicht fehlen, bevor wir rund 10 Minuten vor dem Start Aufstellung nehmen.

Hier werden von den Moderatoren alle jungen Teilnehmer namentlich erwähnt. Ein römischer Streitwagen samt kostümierter Pharaonen steht an vorderster Position, dient als Bremswagen und sorgt somit dafür, dass die jungen Athleten nicht zu forsch starten.

Sebastian ist positiv aufgeregt. Er freut sich sehr, dass sein Lauf bald startet. Er hat in zweiter Reihe Aufstellung genommen und sehnt gemeinsam mit rund 80 weiteren teilnehmenden Kids den Start herbei.

Es geht los! Ich wünsche meinem kleinen Sportler viel Glück. Dann saust er auf und davon. Ich kann ihm inmitten der vielen Kinder vorerst nicht folgen. Ich beneide ihn um seinen athletischen, natürlich wirkenden Laufstil. Er macht sich bestimmt keine Gedanken, ob er Vorfuß- oder Mittelfußläufer sein möchte.

Nach rund der Hälfte der Strecke steigt es einige Höhenmeter an. Sebastian geht ein paar Schritte. Ich kann mich aus dem Gewusel von Kinderbeinen befreien und habe aufgeschlossen. Ich lobe ihn, wie weit er es schon geschafft hat und dass es bald wieder abschüssig Richtung Ziel geht. Als er mehrfach überholt wird, packt ihn der Ehrgeiz und Sebastian verfällt wieder in den Laufschritt. Tapfer kämpft er sich weiter.

Kurze Zeit später hat er es auch schon geschafft und saust mit flottem Schritt über die Ziellinie. Ihm wird eine schöne Ton-Medaille um den Hals gehängt. Sebastian trägt sie sichtlich stolz zur Schau und labt sich mit einem Becher Wasser. Im Anschluss werden noch einige paar Laufschuhe unter den teilnehmenden Kids verlost. Sebastian hat zwar nicht gewonnen, ist aber sehr zufrieden und stolz. Perfekt!


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Montag, 10. Juli 2017

01.07.2017: Dr. Sepp-Puster-Gedenklauf vormals Stiefingtaler Berglauf in Pirching am Traubenberg - Laufbericht

Bereits zum 29. Mal findet heuer der Stiefingtaler Berglauf statt. Seit dem Jahr 2012 wird der anspruchsvolle Berglauf als Dr. Sepp-Puster-Gedenklauf ausgetragen. Dies zu Ehren von Herrn Dr. Josef Puster, der ein laufbegeisterter, in Pirching niedergelassener praktischer Arzt war, der im Jahr 2012 nach schwerer Krankheit verstarb.

Veranstalter des Berglaufes ist die Gemeinde Pirching am Traubenberg. Pirching liegt im Südosten der Steiermark, rund 25 Kilometer von der Landeshauptstadt Graz entfernt. Seit der Gemeindestrukturreform 2015 erstreckt sich die Gemeinde Pirching am Traubenberg auch auf die angrenzenden Ortschaften Rettenbach, Guggitzgraben, Oberdorf, Kittenbach, Edelstauden, Manning, Oberlabill und Frannach. Somit umfasst das Gemeindegebiet eine Fläche von rund 31,5 km2, liegt auf einer Seehöhe von 325 m und beheimatet 2600 Einwohner.

Ich bin gebürtiger Frannacher. Wäre ich nicht vor zwei Jahrzehnten in die Ferne gezogen, könnte ich heute als Einheimischer in das Rennen gehen. Einheimische werden bei diesem Berglauf nämlich getrennt von den auswärtigen Teilnehmern gewertet.

Start und Ziel des Laufes und auch Schauplatz des Bergfestes ist das Firmenareal vom Sägewerk Neuhold am Guggitz Bergweg. Die Strecke für männliche Erwachsene weist eine Länge von 6,8 Kilometer und anstrengende 200 Höhenmeter auf. Auf die weiblichen Teilnehmer wartet eine Streckenlänge von 3,7 Kilometer. Die Jugendlichen haben eine Strecke von 2,2 Kilometer zu absolvieren.

Die Anmeldung ist rasch und unkompliziert erledigt. Es ist ein Teilnahmeformular mit Name, Geburtsjahr und Wohnsitz auszufüllen und schon halte ich die Startnummer 880 in Händen. Nenngeld? Fehlanzeige! Eine Teilnahme am Dr. Sepp-Puster-Gedenklauf ist kostenlos (aber keinesfalls umsonst).

Auch für das Bergfest ist alles gerichtet. Biertische und -bänke füllen die Freifläche des Firmenareals aus. In den leergeräumten überdachten Hallen sind ebenfalls Sitzgelegenheiten vorgesehen. Ausschanken für Speis und Trank stehen ebenso wie eine Bühne für die Musik und Tanz parat. Lichterketten werden zur späten Stunde für ein stimmungsvolles Flair sorgen. Die ersten Festgäste trudeln bereits ein. Zapfhähne lassen den Hopfensaft fließen. Gegen Hunger schaffen belegte Brote, heiße Würste und Süßspeisen Abhilfe.

Ich bin in Begleitung meiner Tochter hier. Ein Tratsch über Gott und die Welt, eigentlich über die Schule und die kommende Berufsausbildung, macht die Wartezeit bis zum Beginn der Bewerbe kurzweilig. Der Start ist für 19.00 Uhr angesetzt. Da es vom ersten Meter flott zur Sache gehen wird, starte ich ein kurzes warm up. 15 Minuten später bin ich "ready for rumble". Es ist ein überschaubares Starterfeld. 31 Männer und 13 Frauen stehen mit mir an der Startlinie. Es ist schön zu sehen, dass sich mehr als 50 Kinder und Jugendliche den Anforderungen der selektiven Strecke stellen.

Bevor die Läuferschar auf die Strecke geschickt wird, hält Franz Matzer, Bürgermeister der Gemeinde Pirching am Traubenberg, eine kurze Ansprache und begrüßt alle Teilnehmer, Helfer und Zuschauer. Die Startaufstellung scheint auf den ersten Blick ungeschickt gelöst. Rund 10 Meter vor den männlichen Erwachsenen haben die Jugendlichen Aufstellung genommen. 10 Meter hinter den Männern werden die Frauen die Strecke in Angriff nehmen. Auf das Erfordernis der Rücksichtnahme gegenüber den voran startenden Kindern und Jugendlichen weist der Bürgermeister eindringlich hin, bevor er das Kommando zum Start gibt.

Das Kommando lautet: Auf die Plätze, fertig, los!

Die Kids und Teenager brausen teils mit einem Höllentempo vorne weg. Die Schnelleren sind für mich unerreichbar, die langsameren werden rücksichtsvoll überholt. Die ersten 700 Meter geht es recht eben dahin. Dann führt die selektive Strecke über den Trefflerweg und entlang des Rohrbachgrabenweges zur tiefsten Stelle des Rundkurses. Auf diesem Streckenabschnitt werden gut 110 Höhenmeter verloren. Entsprechend hoch ist das Tempo. Die ersten 3 Kilometer laufe ich in 11:50 Minuten.

Ich habe meinen Platz im Rennen gefunden. Einige schnelle Jungs sind uneinholbar voran; hinter mir schickt sich niemand an, mich überholen zu können. Ich nehm´s vorweg: Bis zum Ziel werde ich noch zwei Mitstreiter überholen, selbst nicht mehr überholt werden und mich an 11. Stelle der "Nicht-Pirchinger" platzieren, was auch im Gesamtklassement den 11. Platz bedeutet. Wäre ich noch in Frannach beheimatet, ginge ich als Sieger der Einheimischen hervor. Hättiwari ...

Aber die Platzierung ist hier und heute nicht wichtig. Es geht um den Spaß an der Leidenschaft Laufen und um die Wertschätzung der mit viel Herzblut organisierten Veranstaltung. Die Strecke ist gut markiert und mit ehrenamtlichen Helfern im erforderlichen Maß abgesichert. Wasser wird an mehreren Stellen zur Labe gereicht. An manchen Streckenabschnitten werden wir Läufer von Zuschauern lautstark angefeuert.

Ab Kilometer 4 führt die Strecke bergwärts. Die verlorenen Höhenmeter wollen schließlich wieder zurück gewonnen werden. Der Schweiß trieft aus allen Poren. Meine Oberschenkel melden sich zu Wort. Ich spüre, dass mir der Ultralauf vor zwei Wochen doch sehr viele Körner gekostet hat. Ich muss auf dem 5. Kilometer deutlich Tempo rausnehmen und quäle mich den Trauben Bergweg hoch.

Die darauf folgenden 500 Meter lassen sich wieder gut laufen. Immerhin fällt die Strecke wieder ein wenig. Eine letzte Hürde ist mit knapp 30 Höhenmeter bei km 6 zu überwinden, bevor ich nach 31 Minuten und 8 Sekunden unter dem Beifall von zahlreichen Zusehern über die Ziellinie laufe.

Gewonnen wird der Lauf von Andreas Potocar mit neuem Streckenrekord in einer sensationellen Zeit von 24 Minuten und 38 Sekunden.

Im Zielbereich steht gegen den ersten Durst Wasser bereit. Alle Teilnehmer erhalten zudem einen Bon für ein Freigetränk beim Bergfest sowie ein Los für die Geschenkskörbe-Tombola.

Leider meint es der Wettergott nicht allzu gut. Ein kräftiges Gewitter mit starken Windböen zieht kurze Zeit später über das Veranstaltungsgelände hinweg. Aber auch dieser Wetterkapriole wird in Pirching am Traubenberg getrotzt und so wird bis in die frühen Morgenstunden das Bergfest gefeiert werden.

Fazit: Kleine, aber feine und traditionelle Laufveranstaltung in Kombination mit einem sehr gut besuchten Bergfest. Die Teilnahme ist kostenlos. Für eine gute Streckenmarkierung und Streckenabsicherung der selektiven Strecke ist Dank vieler ehrenamtlicher Helfer gesorgt. Ich werde gerne auch im kommenden Jahr am Start des Dr. Sepp-Puster-Gedenklaufes stehen.

Bildrechte: Danke an die Gemeinde Pirching am Traubenberg für das Bildmaterial.


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Mittwoch, 21. Juni 2017

17.06.2017: mozart100 / Salzburg - Laufbericht

Drei Buchstaben bestimmen meine Gedanken: DNF! Ein "did not finish" ist präsent wie noch nie in meinem Läuferleben. Es ist kurz nach 5 Uhr morgens, ich bin noch keine 3 Kilometer gelaufen, doch die Laufklamotten sind bereits schweißgetränkt. Mir ist übel und ich fühle mich kraftlos. Die Pace liegt bei nicht sonderlich schnellen 7 Minuten für die ersten flachen Kilometer durch die Hellbrunner Allee, trotzdem verlangt sie mir große Kraftanstrengung ab. Mein Körper scheint mir unmissverständlich signalisieren zu wollen, dass er heute für 105 Kilometer mit 4700 Höhenmeter nicht bereit ist.

Rückblick

Ich reise Freitag Mittag bequem und stressfrei mit dem Flix-Bus von Graz zur Mozart-Stadt. Mein erster Weg führt mich in den Europark, wo im Hervis-Shop die Startunterlagen bereit liegen. Neben der personalisierten Startnummer mit inkludiertem Zeitnehmungschip ist das Generali-Startsackerl mit einem Schlauchtuch, Keksen, einem Eiweißgetränk und einer Flasche Wasser bestückt. Auch ein kleiner, faltbarer Race-Guide ist dabei.

Nach dem Hotel-Check-in fahre ich per Salzburger O-Bus zum Start-/Zielbereich am Residenzplatz. Hier findet heute das offizielle "Race Q&A" (Fragen und Antworten zum Rennen) statt. Bei einem kühlen alkoholfreien Bier, gemütlich an einem Biertisch unter dem Festzelt sitzend, lausche ich den informativen und teils humorvollen Erläuterungen der beiden Moderatoren zu Streckenverlauf, Pflichtausrüstung, Zeitnehmung mit CUT-OFF-Limits etc. in deutsch und englisch.

Die Kreislaufprobleme, mit denen ich zu kämpfen habe, sind selbstgemacht. Obwohl ich es besser wissen sollte, esse ich recht spät am Abend. Am Teller liegt neben einem Stück Hühnerfleisch auch fetter Speck und eine sehr rahmige Sauce. Alles in allem sehr "rich", würde meine Schwiegermutter sagen. Ich schlafe kurz und schlecht. Zu schwül ist das Raumklima im Hotelzimmer, zu hellhörig die Wände. Trotz Völlegefühl frühstücke ich knapp 2 Stunden vor dem Start mit Widerwillen mein bewährtes Frühstück bestehend aus Honig- und Nutellabrötchen.

Ein Taxi bringt mich um 04:15 Uhr zum Residenzplatz. Bereits im Wagen habe ich kalten Schweiß auf der Stirn und fühle mich sehr unwohl, als ich die letzten Vorbereitungen für meinen Start beim mozart100 treffe.

Ich gebe den Kleidungsbeutel und das Drop-bag ab. Das Drop-bag wird vom Veranstalter nach Fuschl transportiert und ich kann im Verlauf des Rennens zwei mal (bei km 31 und km 74) darauf zugreifen. Gefüllt habe ich mein Bag mit Ersatz-Gels, einem Ersatz-Shirt, Ersatz-Socken und einer Stirnlampe. Die Stirnlampe und eine Langarmjacke (bei mir vom Start weg im Laufrucksack) wird zur Pflichtausrüstung, wenn der Checkpoint Fuschl bei km 74 nach 16.30 Uhr verlassen wird und Salzburg voraussichtlich nicht mehr bei Tageslicht erreicht werden kann.

Weitere Pflichtausrüstungsgegenstände sind eine Signalpfeife und ein faltbarer Becher. Die Einhaltung dieses Reglements wird beim Zutritt zum Startbereich überprüft. Zusätzlich empfohlen werden Trailschuhe sowie ein Mobiltelefon. Trailstöcke sind erlaubt; daher führe ich welche mit. Ich habe sie im Rucksack verstaut und plane nach Studium des Streckenprofils, ab Fuschl die Stöcke zu verwenden. Diese sollen mir den Aufstieg in steilen Passagen, aber vor allem die Downhills auf teils technisch sehr anspruchsvollem Terrain erleichtern.

Der Race-Direktor begrüßt uns Läufer persönlich mit Handschlag und wünscht uns Glück für die bevorstehende Herausforderung. Pünktlich um 05:00 Uhr wird der mozart100 gestartet und ich verlasse gemeinsam mit 302 Laufverrückten die Salzburger Innenstadt Richtung Südosten.

Was ist der "mozart100"?

(c) by mozart100
Die Mozart-Stadt Salzburg dient zum bereits sechsten mal als Bühne für Österreichs wohl schönsten Ultra-Panoramalauf, genannt mozart100. Dieser Ultralauf verlangt mit 105 Kilometer Länge, den fordernden 4700 Höhenmetern und seiner sehr anspruchsvollen Streckenführung von Körper und Geist alles ab. Zudem zählt der mozart100 zur Ultra-Trail World Tour 2017 und dient als Qualifikationslauf für den wohl geschichtsträchtigsten Ultra-Trail, dem Western State 100 Endurance Run in Kalifornien.

Gelaufen wird mit Ausnahme von vielleicht vier handvoll geteerten Straßen-Kilometern auf wunderbaren Trails, oft auf Single-Pfaden im Wald und auf Wiese, auf Steigen, über Stufen und auf Schotterwegen.

Alternativ stehen mit dem Scenic Ultra über 62 Kilometer, dem Scenic Marathon über die klassische Marathondistanz von 42,2 Kilometer, dem Scenic Light über 30 Kilometer sowie dem City Trail mit einer Distanz von 12,5 Kilometer weitere Bewerbe für Läufer oder Nordic Walker zur Auswahl.

Licht am Horizont

Zurück zum Laufgeschehen: Wir laufen entlang der Salzach. Auf der Suche nach Möglichkeiten, meine Kreislaufprobleme in den Griff zu kriegen, entscheide ich mich für eine Salztablette und die schluckweise Aufnahme von Peronin. Peronin ist eine Fertignahrung, die als sehr magenfreundlich gilt. Ich habe dieses kohlenhydratreiche Getränk während meiner Trainingsphase neben anderen Energie-Gels ausreichend getestet und sehr gut vertragen. Daher befindet sich die nach Kakao schmeckende Trinknahrung heute in einer meiner beiden Softflasks. Als ich kurze Zeit später Richtung Glasenbachklamm abzweige, werden meine Beschwerden allmählich gelindert und ich schöpfe neuen Mut. Die Laufgötter sind mir heute wohlgesonnen, beginne ich zu hoffen.

Die Strecke ist von Beginn an hervorragend gekennzeichnet und an exponierten Straßenquerungen hat der Veranstalter vorgesorgt und freundliche Helfer regeln bereits zu so früher Stunde für uns Läufer den Fahrverkehr, damit wir ungehindert und sicher queren können.

Glasenbachklamm

Mein Kreislauf stabilisiert sich, während ich einen moderat ansteigenden Schotterweg die Glasenbachklamm hindurch laufe. Sehr viele Teilnehmer verfallen bereits hier in den Geh-Schritt. Mein Plan ist es, leichte Steigungen jedenfalls laufend zu überwinden und nur in starken Anstiegen zu gehen. Hier entlang des Klausbaches bekomme ich einen ersten Vorgeschmack auf die landschaftlichen Schönheiten, die ich im Laufe des Tages noch zu Gesicht bekommen werde.

Mittlerweile bin ich eine gute Stunde unterwegs. Die Glasenbachklamm ist durchlaufen und ich treffe in Hinterwinkl bei der ersten Labestation auf einen gut gedeckten Tisch, bewirtschaftet von freundlichen Helfern. Ich fülle meine Wasserflasche auf und knabbere einige Salzbrezel. Meinem Geist gaukle ich auf ultralangen Strecken Etappenziele vor. So erscheint die Aufgabe machbarer. Ultras-Strecken erlegt man in kleinen Happen. Das erste große Zwischenziel ist mit Fuschl am See definiert.

Plötz Wasserfall

Über die Pechauer Scharte führt mich die Strecke am Wasserfall Plötz vorbei. Ein wunderbarer, aber steiler Singletrail führt am Wasserfall empor. Das Trail-Herz lacht und ich tappe in die Falle. Foto-Fallen sind von Sportograf installiert. Schnappschüsse können in ein paar Tagen online bestaunt und käuflich erworben werden.

Nach Querung der Wiesental Landesstraße will der Gitzenberg bezwungen werden, bevor in Hof bei Salzburg eine weitere Verpflegestation mit Wasser, isotonischen Getränken, aufgeschnittenem Obst, Energie-Gels und -Riegel, Salzbrezel, Kuchen parat steht.

Für mich persönlich läuft es mittlerweile sehr gut. Die freundlichen und umsichtigen Helfer an den Labestationen und Straßenkreuzungen, die lückenlose Streckenmarkierung, die landschaftlich reizvolle und vor allem anspruchsvolle Strecke machen mich rundum glücklich. Dazu kommt die ehrliche Dankbarkeit an meinen Kreislauf, dass dieser wieder schnurrt wie ein frisch gewarteter Rasenmäher und ich bei diesem wunderbaren Lauf noch mit dabei sein darf.

Fuschl am See

Was das Signature Hole für einen Golfplatz, das ist wohl der Blick auf den Fuschlsee für den mozart100. Zugegeben, der Blick auf den Fuschlsee hat mit dem heurigen Jahr mit den wunderbaren Ausblicken von der Falkensteinwand auf den Wolfgangsee große Konkurrenz bekommen. Nichts desto trotz ist es ein absolutes optisches Highlight, auf Wiesenpfaden dem Fuschlsee entgegen zu laufen. Ich spüre einen kleinen Stein im Schuh und werde zu einem kurzen Stopp gezwungen. Nach Querung einer stark befahrenen Straße, wo wiederum unglaublich motivierende und freundliche Helfer ein wachsames Auge auf uns Athleten haben, laufe ich am südlichen Seeufer dem Kilometer 31 bei Fuschl entgegen, wo ich nach rund 3:50 Stunden eintreffe.

Hier greife ich auf mein Drop-bag zu. Ich bereite mir eine weitere Ration Peronin. Der Gel-Vorrat wird aufgestockt. Ich nehme eine weitere Salztablette zu mir, trinke ausreichend und mache mich auf den Weg. Die wohl anspruchsvollsten 43 Kilometer warten auf mich, bevor ich nach 74 Kilometer nochmals hier in Fuschl einlaufen werde.

Der Himmel ist weiterhin bewölkt und es weht zeitweise ein starker, böiger Wind. Da es am Schafberg aktuell bloß 7 Grad hat, verlangt der Veranstalter ab sofort das Mitführen einer langen Jacke.

St. Gilgen am Wolfgangsee

Jetzt geht es an´s Eingemachte. Schluss mit Kindergeburtstag! Zur Einstimmung auf die noch folgen werdenden Prüfungen sind auf den nächsten 6 Kilometern auf dem Weg zum Eibensee rund 400 Höhenmeter zu überwinden.  Ein schöner Pfad geht in einen gut zu laufenden Schotterweg über. Mittlerweile habe ich die Trail-Stöcke aus dem Rucksack genommen. Sie leisten mir gute Dienste.

Für die Höhenmeter gilt: Wie gewonnen, so zerronnen! Von rund 1000 Meter Seehöhe geht es auf einem mäßig fallenden Weg am Plombergstein vorbei bis auf unter 600 Meter Seehöhe nach Winkl. Hier werden die Kohlenhydratspeicher mit Gels und Kuchen für den folgenden Aufstieg zur Schafbergalm aufgefüllt.

Mehr als 600 Höhenmeter lassen die Pulsrate steigen und den Schweiß fließen. Trotz all der Anstrengungen erfreue ich mich immer wieder an den vielen optischen Reizen, die dieser wunderbare Trail zu bieten hat. Meinem Körper geht es soweit gut. Klar, es "zwickt" mal im Knie, in der Wade, in der Hüfte, im Handgelenk, in den Schultern. Diese Schmerzen kommen und vergehen kurze Zeit später wieder, sodass ich keinen Grund zur Sorge habe.

An der Schafbergalm angekommen, bekomme ich die Schafbergbahn zu Gesicht, die sich in einiger Entfernung ebenfalls den Berg hoch quält. Eine Labestation zum Füllen der Flüssigkeitsreserven ist hier positioniert. Obwohl es hier ob des starken Windes wirklich kalt ist, sind auch hier die Helfer unglaublich freundlich und motivierend. Auch die vorbildliche Streckenmarkierung muss immer wieder erwähnt werden. Eher verläuft man sich auf einer Bahnrunde im Stadion als hier auf 105 Kilometer Trail im Salzburger Land.

Der Abstieg von der Schafbergalm ist punktuell sehr technisch, viele Passagen wiederum aber auch gut zu laufen. Die Laufstrecke führt an hohen, senkrechten Felswänden vorbei. Dann gilt es wieder, große mannshohe Steine zu umlaufen. Hier wartet für uns Trailverrückten ein wahres Spieleparadies.

Leider sind technische Trails nicht ungefährlich. Ein Mitstreiter ist offensichtlich gestürzt und hat sich eine böse Platzwunde zugezogen. Der arme Kerl wird bereits gut betreut und die Rettung ist unterwegs. Ich wünsche ihm alles Gute und laufe weiter. Und denke wieder darüber nach, wie dankbar man sein muss, einen so langen und anstrengenden Lauf finishen zu dürfen. So viel kann auf über hunderttausend Schritten passieren. Hunderttausend Möglichkeiten zu überknöcheln, sich den Kopf anzuschlagen, sich ernsthaft weh zu tun, gibt es. Ich sehe mich gedanklich beim Zieldurchlauf am Residenzplatz und bekomme Gänsehaut. Von über 300 gestarteten Läufern werden es lediglich 193 Teilnehmer ins Ziel schaffen.

St. Gilgen ist bereits greifbar, doch bevor ich mich an der Labestelle erfrischen kann, wartet die Falkensteinwand. Die Steige sind anspruchsvoll, steil und teils kaum laufbar. Kniehohe Stufen verlangen mir hier alles ab, zumal ich meine Flüssigkeitsreserven aufgebraucht habe. Ich sehne der Verpflegestelle herbei. Grandiose Ausblicke auf den Wolfgangsee, vor allem vom Aussichtspunkt Aberseeblick, entschädigen auch hier für die Mühen des Auf- und folgenden Abstieges.

Am Seeufer des Wolfgangsee angekommen genießen die Beine den wunderbar zu laufenden Seeweg. An vielen höflich grüßenden Ausflüglern vorbei lassen es die mittlerweile doch geschundenen Beine richtig krachen. Endlich ist die Labestation St. Gilgen erreicht. Ich stürze mich auf Wasser, Iso und gönne mir eine Dose Cola. Ich stopfe Brezel, Bananen und Kuchen in mich hinein. Und meinem Verdauungsapparat macht das wahllose Gemampfe nichts aus. Wie schön!

Zurück nach Fuschl

Ich bin bei Kilometer 62 angelangt. Ich laufe seit 9 Stunden. Noch nie in meinem Läuferleben war ich so lange auf den Beinen. Ich telefoniere kurz mit meiner Familie zu Hause und teile ihnen mit, dass soweit alles im grünen Bereich ist und ich mich auf dem Rückweg nach Fuschl befinde.

Fuschl bei km 74 ist für meinen Geist das nächste Etappenziel. Zwischen mir und Fuschl stellt sich das Zwölferhorn, das bis zur Sausteigalm erklettert werden muss, in den Weg. Metallstiegen, Holzstufen und Steige führen von St. Gilgen hoch. Nach 500 überwundenen Höhenmetern und einigen Fotos mit Blick auf den Wolfgangsee laufe ich über Kühleiten Fuschl entgegen.

Mittlerweile schmerzen viele Fasern meines Körpers. Seit einiger Zeit fühle ich eine Blase am Ballen des rechten Fußes. Der Ischiasnerv plagt meine rechte Hüfte. Durch zeitweise Schonhaltung wird das Knie unnatürlich belastet und meldet sich klagend zu Wort. Mir ist bewusst, dass körperliche Schmerzen bei einer solchen Belastung zu erwarten sind. Ich nehme sie zur Kenntnis und trabe weiter.

An der Seepromenade sind mittlerweile viele Touristen unterwegs. Beifall und anerkennende Worte halten die Motivation hoch. Am Verpflegepunkt Fuschl greife ich nochmals auf mein Drop-bag zu. Ich fülle abermals meinen Gel-Vorrat auf und bestücke meinen Laufrucksack. Ich bin gut in der Zeit, sodass ich die Stirnlampe zurück lasse. Das Drop-bag lege ich zum Sammelplatz für den Rücktransport nach Salzburg.

An der Labe wird alkoholfreies Bier kredenzt. Das beste Bier ever! Kuchen, Salzbrezel und viele weitere köstliche Kohlenhydratlieferanten werden vom hilfsbereiten Veranstalter-Team gereicht. Mein Körper ist in Trance. Meinen Geist locke ich damit, dass wir nun auf die letzte Etappe Richtung Ziel aufbrechen und dass wir es bald geschafft haben. Ich laufe wieder und wieder in Gedanken am Residenzplatz ein. Nach 11 Stunden Laufzeit verlasse ich den Verpflegepunkt Fuschl und trabe am nördlichen Seeufer vom Fuschlsee dem Residenzplatz entgegen.

Der vorletzte Akt

Am Nordufer vom Fuschlsee angelangt, führt mich der Kurs die bereits am Vormittag gelaufene Strecke bis Kilometer 88 retour. Ich halte wiederum am Verpflegepunkt Hof und labe mich nochmal ausgiebig. Auf wunderbaren Pfaden Richtung Koppler Moor passiert etwas eigenartiges. Obwohl speziell in Abwärtspassagen meine Zehen und die Oberschenkel richtig weh tun, laufe ich deutlich schneller und lockerer als in den letzten Stunden. Vielleicht liegt es am festen Glauben daran, dass mich jetzt nur mehr eine sturzbedingte Verletzung von einem erfolgreichen Finish abhalten kann. Die Zeitauswertung zeigt, dass ich in den letzten 3 Stunden rund 15 Mitläufer überholt habe.

Es warten noch einige hundert Höhenmeter, aber auch bergwärts kann ich mit gutem Stockeinsatz Strecke machen. Schritt an Schritt, Stufe für Stufe, Meter für Meter arbeite ich mich voran. Ich bin am Nockstein und präge mir die atemberaubende Aussicht auf die Stadt Salzburg ein. Ich spüre in mir die Zuversicht und Kraft, es zum Zieldurchlauf zu schaffen. Am frühen Morgen war mein Körper knapp am kapitulieren und nun werde ich heute doch diesen schwierigen Ultralauf finishen. Ich habe während eines Laufes noch nie so gefühlt. Ich war mir bislang immer sicher, der Herausforderung gewachsen zu sein. Nicht heute! Zu holprig startete ich in den Tag. Zu ungewiss war, ob ich für diese Aufgabe genügend vorbereitet bin. Ich fühle Stolz, Zufriedenheit und Dankbarkeit in mir. Sehr emotional bewegt, diesen Tag in dieser Art und Weise erleben zu dürfen, laufe ich vorsichtig die Nocksteinklamm talwärts. Die Oberschenkelmuskulatur und die Zehen klagen mit jedem Schritt ihren Schmerz. Aber wie heißt es so treffend: Der Schmerz wird vergehen, der Stolz bleiben!

Treppen, lange steile Treppen führen mich die letzten Höhenmeter hinab. Im Tal angelangt laufe ich am Kilometerschild 100 vorbei auf die Mozart-Stadt zu und bereite mich mental auf den Kapuzinerberg vor.

Ich bin in der Stadt angelangt. Auch hier lässt die perfekte Streckenmarkierung keine Zweifel, am richtigen Weg zu sein. An Straßenquerungen unterstützen wie schon den ganzen langen Tag über ausharrende Helfer. Am Fuß des Kapuzinerberges wird bei Bedarf Wasser gereicht. Ich brauche kein Wasser mehr. Ich will nach oben. Ich will es zu Ende bringen. Stufe für Stufe steige ich den Kapuzinerberg hoch. Es schmerzt. Jede Stufe verlangt körperliche Überwindung. Ich mache vom Wehrturm und Franziskischlössl ein Foto. Geschafft! Oben! Aufwärts waren es Schmerzen, der steile Pfad talwärts verursacht Qualen. Ich bin froh, als der Pfad in Stufen übergeht.

Residenzplatz

Ich stehe an der roten Ampel und warte darauf, auf der Staatsbrücke über die Salzach laufen zu dürfen. Es fühlt sich unreal an. Fast 16 Stunden sind vergangen, seit ich Salzburg verlassen habe. Die Ampel schaltet auf grün. Ich quere die Salzach, werde durch den Kranzlmarkt geleitet und laufe über den Alten Markt auf den Residenzplatz zu. Passanten jubeln, in Gastgärten sitzende Einheimische und Touristen applaudieren. Ich werde von Glückshormonen getragen.

Ich bin am Residenzplatz. Meine geschundenen Füße dürfen die letzten Meter auf einem roten Teppich laufen. Zuseher jubeln mir zu. Ziellinie! Ich habe es geschafft! Ich bin glücklich, dankbar, stolz auf mich. Was für ein Gefühl. Nicht in Worte zu fassen.

Es wird von jedem Teilnehmer ein Foto vom Zieleinlauf angefertigt. Minuten später steht das Foto gerahmt zusammen mit der Finisher-Medaille kostenlos als Andenken bereit. Toll! Schön! Eine wunderbare Erinnerung!

Letztendlich habe ich für 105 Kilometer mit 4700 Höhenmeter 15 Stunden 52 Minuten und 34 Sekunden benötigt. Ich platziere mich von über 300 gestarteten Teilnehmern an für mich sensationeller 66. Stelle. Das Limit für die Teilnahme an der Startplatz-Lotterie für den Western State 100 Endurance Run 2018 habe ich somit auch in der Tasche.

Fazit:

Dem Veranstalter ist ein großes Kompliment auszusprechen. Nicht nur, dass der Residenzplatz ein würdiger Start- und Zielbereich dieses Langstreckenlaufes ist. Nein, auch der Streckenverlauf zeigt über Stunden die landschaftliche Schönheit der Regionen Salzburg Stadt, Fuschlsee und Wolfgangsee auf. Die Strecke ist anspruchsvoll und technisch schwierig. Aber so muss es sein, beim Trail-Lauf.

Die herausragende Streckenmarkierung muss ich nochmals erwähnen. Ob Sprühmarkierung am Boden, montierte Hinweisschilder, geknüpfte Warnbänder, es wird auf der gesamten Strecke unmissverständlich die korrekte Laufrichtung angezeigt. Die stehts gut gelaunten, motivierenden Helfer des Veranstalters haben ebenfalls großen Anteil am Erfolg dieser wunderbaren Veranstaltung.

Die Verpflegestellen sind gut sortiert. Neben Wasser, isotonischem Getränk, Red Bull Cola, teilweise alkoholfreiem Bier stehen geschnittenes Obst, Kuchen, Gel und Riegel der Firma Ultrasport, Salzbrezel und Aufstrichbrote zur Labung der Teilnehmer bereit.

Meine Ernährung im Verlauf der 16 Stunden:
ca. 15 Energie-Gels
2 Flaschen a 500 ml Peronin
8 Salztabletten
ca. 2 Bananen
ca. 5 Stück Kuchen
einige Salzbrezel
ca. 12 Liter Flüssigkeit (Wasser und isotonisches Getränk, Cola, alkoholfreies Bier)

Ich bin dankbar und stolz, dass ich diesen Lauf finishen zu durfte. Nun bin ich ein waschechter Ultraläufer. Und jetzt gönne ich meinem Körper einige Tage Ruhe! Aber nicht zu lange. Weitere Laufabenteuer warten schließlich darauf, entdeckt zu werden ...



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Sonntag, 21. Mai 2017

20.05.2017: 6-Stunden-Lauf Oberwart - Laufbericht

Social Media sei Dank! Denn ohne Facebook hätte ich wohl kaum von dieser durch Peter Linsbauer und seinem Team mit viel Herzblut organisierten Laufveranstaltung in Oberwart erfahren.

Es stehen ein 6-Stunden-Ultralauf oder die Marathon-Distanz zur Auswahl. Ein weiterer langer Lauf passt wunderbar in meine Vorbereitung zum mozart100, wenngleich diesem Rundkurs die mir notwendigen Höhenmeter fehlen. Aber die Aussicht auf einen laut Veranstalter gastfreundlichen, familiären und einzigartigen Lauf lässt euphorisch meine Nennung für den 6-Stunden-Lauf durchführen. Dieser Spontanität ist auch zu verdanken, dass ich mit der Startnummer 101 am Start stehe. Diese Nummer sollte einem kenianischen Wunderläufer auf der Brust kleben, aber mir?

Mein Frühstück an Wettkampftagen besteht obligatorisch aus je einem Toast mit Honig und Nutella. Der Wetterfrosch verspricht recht warmes, windig bis stürmisches Frühsommerwetter. Die Anreise nach Oberwart beansprucht eine knappe Stunde. Parkplätze sind im Bereich der Sporthalle Oberwart, rund 500 Meter vom Start- und Zielbereich der Laufveranstaltung entfernt, zur Genüge vorhanden. Hier in der Sporthalle stehen auch Umkleiden und Duschen zur Verfügung.

Der Start-/Zielbereich ist direkt vor dem Einfamilienhaus des Veranstalters platziert. Zelte für die Verpflegung und Rundenzähler sind aufgebaut. Tische, Bänke und Sonnenschirme stehen parat. Es scheint bei dieser Veranstaltung an alles gedacht zu sein. Hier findet auch die Ausgabe der Startnummer statt. Bereits die ersten Eindrücke bestätigen, dass das Motto der Veranstaltung "gastfreundlich - familiär - einzigartig" nicht bloß eine Phrase ist, sondern auch gelebt wird. Überall finden sich freudig strahlende, überaus hilfsbereite Menschen. Zur personalisierten Startnummer werden ein Goody-Bag mit Obst, einem Gebäck, Nudeln sowie einer guten Flasche Wein vom Weingut Hillinger überreicht. Das Startgeld war übrigens frei wählbar und kommt zur Gänze einem karitativem Zweck zu Gute. Ich nutze die Zeit bis zum Start für den einen oder anderen small talk mit Mitstreiter und Helfer und genieße die ungezwungene Stimmung. Der Wetterfrosch scheint recht zu behalten, denn das Thermometer ist mittlerweile auf gut 20 Grad geklettert.

Kurz vor dem Start findet die offizielle Begrüßung durch Peter statt. Details zum organisatorischen Ablauf der beiden Bewerbe werden erläutert. Rundenzähler, Helfer beim Verpflegungsstand und der Moderator, zugleich auch für die Wahl der Musik verantwortlich, werden vorgestellt. Auch eine persönliche Bekanntmachung aller Starter darf nicht fehlen. Tatsächlich werden wir alle namentlich aufgerufen und von der Runde mit Applaus bedacht. Erst später werde ich genauer erfahren, welche geballte Ladung an Marathonfinisher hier und heute mit mir am Start stehen.

Leider macht Peter auch die Mitteilung, dass diese Veranstaltung heuer zum letzten mal stattfinden wird. Ursprünglich haben 30 Teilnehmer genannt. 19 Starter wollten auf die Marathondistanz gehen, 11 Läufer die Herausforderung 6-Stunden-Lauf annehmen. Leider gab es kurzfristig einige Absagen. Schade! Es ist für mich schwer nachvollziehbar, warum dieses Event nicht längst mit der maximalen Teilnehmerzahl von 40 Startern ausgebucht ist. Es mangelt hier an nichts. Es ist an alles gedacht. Mehr Gastfreundlichkeit geht nicht!

Pünktlich um 10.00 Uhr erfolgt der Startschuss und auch die digitale Uhr wird in Bewegung gesetzt. Letztendlich machen sich 22 Teilnehmer auf den Weg. Die Teilnehmer des Marathons werden die erste Runde bewusst verkürzen, um mit weiteren 29 vollen Runden auf die geforderte Marathondistanz von 42,195 km zu gelangen.

Es ist meine zweite Teilnahme an einem 6-Stunden-Lauf. Im Vorjahr schaffte ich bei meiner Premiere in Steyr eine Distanz von knapp 56 Kilometer. Damals hatte ich mich auf diesen Wettkampf bewusst vorbereitet, jedoch spielten mir Temperaturen von gut 30 Grad übel mit. Die Voraussetzungen heute sind andere. Dieser Wettkampf schließt lediglich eine sehr umfangreiche Trainingswoche auf meinem Weg zum mozart100 ab. Rund 65 Wochenkilometer stecken bereits in meinen Beinen. So wäre ich heute mit 50 gelaufenen Kilometern schon sehr zufrieden, gestehe ich mir beschwerlich lostrabend ein.

Nach dem die Marathonläufer die erste Runde nach rund 200 Meter beim Kreuzungspunkt Kopernikusgasse/Hegelgasse abkürzen, finde ich mich unerwartet an der Spitze des Feldes der Ultraläufer wieder. Ich erlebe gerade die ersten in Führung liegenden Meter meiner Laufkarriere. Meine Pace liegt bei rund 5:40 Minuten pro Kilometer. Das Wettkampfadrenalin lässt mich meine schweren Beine vorerst vergessen.

Der Rundkurs, eigentlich eine acht, ist 1423 Meter lang, durchgehend asphaltiert und weist keine Steigungen auf. Geisteswissenschaftler und Erfinder sind Namensgeber der Straßen und Gassen, die im Uhrzeigersinn durchlaufen werden. So starten wir in der Resselgasse, benannt nach einem der Miterfinder der Schiffsschraube. Im rechten Winkel gelangen wir in die Straße des Astronoms und Arztes Kopernikus. Für ein kurzes Stück führt uns die Laufstrecke an das rechte Ufer der Pinka, einem Nebenfluss der Raab. Über die Hegelgasse, benannt nach einem deutschen Philosophen, führt die Strecke via Schulgasse wieder zurück zu Start und Ziel.

Der unmittelbare Start-/Zielbereich ist für den Straßenverkehr gesperrt. Hier befindet sich auch der Labebereich. Das reichliche Angebot umfasst Elektrolytgetränke, Mineralwasser, stilles Wasser, Coca-Cola sowie Nudeln, Kuchen und Obst. Trotz der reichen Auswahl am Verpflegungsposten habe ich Gels, Salztabletten und Peronin in meiner Tasche, die ich neben dem Rundenzählertisch platzieren darf. Ich möchte unter großer Belastung nochmals die Verträglichkeit einiger Kalorienspender für den mozart100 testen. Auch ein Ipod liegt in der Tasche parat. Musik im Ohr soll mich nach Halbzeit weiter auf Trab halten. Die Rundenzählung erfolgt manuell. Das bedeutet, dass mein persönlicher Rundenzähler, in meinem Fall eine Rundenzählerin namens Sonja, die gelaufenen Runden händisch mitprotokolliert.

Was sich bei dieser familiären Veranstaltung im Start- und Zielbereich abspielt, ist kaum in Worte zu fassen. Unermüdlich werden wir Läufer über Stunden sehr persönlich von den Rundenzählern, den Zuschauern, den Helfern am Verpflegeposten und vom Moderator angefeuert, beklatscht, aufgemuntert. Auch an Musik fehlt es nicht. Fotografen sind über die ganze Zeit auf der Strecke zu sehen, die ebenfalls ausdauernd Foto um Foto machen, die in ein paar Tagen kostenlos im Internet anzusehen sein werden. Dixi? Klar, auch dafür ist gesorgt. Ich wiederhole mich: Es mangelt an nichts!

Seit einer Stunde laufe ich sprichwörtlich im Kreis. Ich erfreue mich Runde für Runde am herzlichen Durchlauf bei Start und Ziel. Es hat deutlich über 20 Grad Celsius. Dementsprechend labe ich mich alle zwei Runden bei Iso und Wasser. Vor rund 15 Minuten habe ich mein erstes von drei Gels geschluckt. Eine Salztablette wird in Kürze für den erforderlichen Mineralstaffausgleich sorgen. Meine Pace liegt nach wie vor deutlich unter 6 Minuten für den Kilometer und ich wähne mich immer noch in Führung. Marathonläufer sind von den 6-Stunden-Teilnehmer an der Startnummer gut zu unterscheiden. Bislang wurde ich von einer Handvoll Läufer überholt, die allesamt eine blaue beschriftete Startnummer getragen haben, also Läufer über die Marathondistanz sind. Mein aktuell schärfster Verfolger unter den Ultraläufern scheint Pascal mit der Startnummer 109 zu sein. Sein Rückstand beträgt ungefähr 120 Meter. Ich genieße meine Führung. Auch meine Beine, denn trotz vieler Trainingskilometer machen sie weiterhin gut Tempo.

Nach zwei Stunden habe ich rund 21 Kilometer auf der Guthaben-Seite. Das zweite Gel ist konsumiert und ich halte weiterhin an der Taktik fest, alle zwei Runden je einen Becher Wasser und Iso zu trinken. Ich habe Gefallen an der Tatsache gefunden, noch immer in Führung zu liegen. Meine Tagträume, hier vielleicht sogar einen Sieg einlaufen zu können, verschaffen mir Gänsehaut. Mein Verstand sagt mir klarerweise, dass es nach einem lächerlichen Drittel des Wettkampfes für solche Fantasien doch viel zu früh ist. Aber ich will auch mal zur Siegerehrung. Bis dato hat es nicht mal für einen Platz am Altersklassen-Podest gereicht.

Wind frischt auf und verursacht auf Teilstücken recht unangenehmen Gegenwind. Trotzdem ist es weiterhin sehr warm. Aber auch daran ist gedacht. So steht bei circa Halbzeit der Runde eine Wanne mit kaltem Wasser und Schwämmen zur Abkühlung parat. Das dritte und letzte Gel ist geschluckt und der Vorsprung auf Pascal, offensichtlich nach wie vor mein nächster Verfolger, ist auf rund 300 Meter angewachsen. Die Uhr zeigt Halbzeit. Sonja, meine Rundenzählerin, bestätigt die Anzeige meines Forerunners mit 32 gelaufenen Kilometern.

Ursprünglich habe ich geplant, mich ab der dritten Stunde vom Ipod bespielen zu lassen. Ich verschiebe diese Motivation um eine Stunde. Derweil läuft es auch noch ohne Musik-Doping gut. Das Ambiente der Veranstaltung ist Motivation genug. Meine Kilometerzeiten bleiben so wie der Abstand zum Verfolger konstant. Meine Beine haben sich offenbar damit abgefunden, heute weiter als die geplanten 50 Kilometer zu laufen. Die Atmosphäre dieses intimen Laufes gepaart mit dem unerwarteten Renngeschehen lassen schwere Beine vergessen. Im Gegenteil! Die Aussicht auf einen möglichen Spitzenplatz verleiht Flügel.

Die Marathondistanz ist nach exakt vier Stunden geschafft. Vor einer guten halben Stunde ging der Sieg im Marathonbewerb ex aequo an Dietmar Korntner und Otto Peischl. Dietmar, wie Otto ein Top-Ultraläufer, hatte bei jeder Überrundung einen motivierenden und lobenden Zuspruch parat. Meinen Plan, ab der dritten bis zur fünften Stunde das Peronin zu testen, habe ich verworfen. Peronin ist ein Fertiggericht-Pulver und spendet pro 100 Gramm nahrhafte und hoffentlich gut verträgliche 450 Kalorien. Es wird beim mozart100 meine erste Wahl zur Verpflegung zwischen den teilweise weit entfernten Labestellen sein. Zu groß ist nun jedoch die Angst, mein Körper könnte auf die ungewohnte Mahlzeit mit Unpässlichkeit reagieren. Mein Vorsprung ist aktuell bei rund zwei Minuten und langsam beginne ich wirklich daran zu glauben, heute das Ding nach Hause laufen zu können. Und einen über viele Stunden erkämpften Vorsprung möchte ich nicht am Dixi einbüßen. So wird der Test der Trockennahrung um eine Woche verschoben. Die drei Gels sind jedoch auch aufgebraucht. Fragt mich bloß nicht, warum ich nur drei Stück in meine Tasche gepackt habe. Die Lade zu Hause ist voll mit dem klebrigen Kram. Aber die Labestelle hält ohnehin alles bereit, was für einen erfolgreichen Lauf notwendig ist. Ab sofort schnappe ich mir jede zweite Runde ein bis zwei kleine Stücke Banane und einige Salzbrezel. Die Temperatur ist weiter gestiegen, sodass ich bald jede Runde zum Becher Wasser und Iso greifen werde.

Die Marathon-Teilnehmer haben nach und nach ihre Aufgabe erfüllt. Die Strecke leert sich. Ich laufe in Trance. Runde für Runde ziehe ich das Programm durch: Kopernikusgasse, Hegelgasse, rechtes Pinkaufer, Koperinkusgasse, Hegelgasse, Schwamm mit kaltem Wasser auf das Haupt, Schulgasse, Resselgasse, bei Start und Ziel Runde feiern und beklatschen lassen. Ein Läufertraum geht für mich heute in Erfüllung. Ich registriere, dass der Vorsprung auf meinen Verfolger immer größer wird. Ich kann die Pace halten. Das Gebein hat längst resigniert; der Geist hat das Sagen. Und der will sich heute die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Egal, dass in zwei Tagen wieder drei Stunden Trail-Lauf am Programm stehen, die wohl anstrengendste Trainingswoche für den mozart100 beginnt. Die Feste soll man feiern wie sie fallen. Und viele Gelegenheiten bekomme ich bestimmt nicht, um einen Gesamtsieg zu erlaufen.

Ich habe zum Ipod gegriffen. Musik von Pur treibt mich weiter voran. Songs wie "Es tut weh" oder "Engel sollen fliegen" verursachen zum wiederholten mal Gänsehaut. Ich bin nach fünf Stunden über 52 Kilometer weit gelaufen und habe Pascal überrundet. Jetzt bloß keine Kreislaufprobleme oder Muskelkrämpfe, wünsche ich mir von den Laufgöttern. 60 Kilometer sind geschafft. Ein paar Minuten bleiben noch. Ich schnappe mir mein Mobiltelefon aus der Tasche. Vollgepumpt mit Adrenalin rufe ich im Laufschritt meine Frau an. Ich quietsche ihr in meinem Hype ins Telefon, dass ich in wenigen Minuten meinen ersten Sieg feiern und das erste mal bei einer Siegerehrung aufgerufen werde. Und mache noch ein paar Fotos von der Strecke. Irre, was ich heute hier erleben darf.

Zielschuss! Schluss! Stop! Ich setze mich hin und warte auf die Restmetervermessung. Mein Forerunner zeigt mir 62,64 Kilometer an. Offiziell werde ich in der Ergebnisliste mit 61,97 Kilometer als Sieger des 6-Stunden-Laufes von Oberwart gewertet werden. Ich habe es geschafft! Ich könnte heulen vor Freude. Ich habe einen Laufbewerb gewonnen. Ich habe es nicht für möglich gehalten. Ich bin in dieser Woche nun in Summe 125 Kilometer gelaufen.

Ich werde beglückwünscht und mache mich in der nahe liegenden Sporthalle Oberwart für die Siegerehrung frisch.

Siegerehrung! Auch Vertreter aus Stadt- und Landespolitik sind eingetroffen. Bratwürste und ein Nudelgericht sowie ein isotonisches Hopfengetränk, vulgär Bier genannt, stehen wiederum gegen eine freiwillige Spende bereit.

Peter Linsbauer bedankt sich zur Einleitung bei Familie, Nachbarn, Freunden, unzähligen ehrenamtlichen Helfern für die Unterstützung in den letzten Jahren. Es klingt Wehmut aus seinen Worten. Aber es ist zu verstehen, dass man sich bei so viel Einsatz und Herzblut mehr Anerkennung und ein größeres Starterfeld wünscht. Auch statistische Zahlen dürfen nicht fehlen. Und die haben es wahrlich in sich. Sage und schreibe 1900 Marathons sind die heutigen Starter bislang gelaufen. Ein Teilnehmer finishte heute seinen 617. Marathon. Unglaublich! Unfassbar!

Und ich Grünschnabel darf auf die oberste Treppe des Podestes steigen. Ich genieße meine erste Siegerehrung. Neben einer wunderbaren, sehr wertig gefertigten Medaille, darf ich mit einem reichlich gefüllten Geschenkskorb nach Hause fahren.

Ich bedanke mich herzlich bei all den Mitwirkenden, dass ich dank Euch heute besondere und einmalige Stunden in Ausübung meiner sportlichen Leidenschaft erleben durfte.


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